23 January 2026, 06:14

Stuttgart sucht Lösungen gegen den akuten Fachkräftemangel in Pflege und Gesundheit

Eine Karte von Stuttgart, Deutschland, in zwei Teilen mit Text oben und unten, die eine geplante Standortlage hervorhebt.

Stuttgart sucht Lösungen gegen den akuten Fachkräftemangel in Pflege und Gesundheit

Runder Tisch in Stuttgart: Fachkräftemangel in Gesundheitswesen und Pflege im Fokus

Ein kürzlich in Stuttgart abgehaltener Runder Tisch widmete sich der Stärkung der Fachkräfteeinwanderung in den Bereichen Gesundheitsversorgung und Pflege. Die am 3. November 2025 stattfindende Veranstaltung brachte Minister:innen, Arbeitgeber und Behörden zusammen, um den Fachkräftemangel in der Branche zu thematisieren. Die Teilnehmer:innen zogen eine positive Zwischenbilanz und vereinbarten weitere Schritte, um internationale Talente zu gewinnen.

Die vierte Auflage des Runden Tisches zur Fachkräfteeinwanderung im Gesundheitssektor stand unter der Leitung von Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha sowie Justizministerin Marion Gentges. Vertreter:innen von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und staatlichen Institutionen diskutierten die bisherigen Fortschritte bei der Anwerbung ausländischer Fachkräfte.

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Die im April 2025 gegründete Landesagentur für Fachkräfteeinwanderung (LZF) hat bereits rund 600 Antragsverfahren im beschleunigten Verfahren für Gesundheits- und Pflegekräfte bearbeitet. Gentges bezeichnete die Agentur als „Erfolgsmodell“ und forderte eine stärkere Bewerbung ihrer Dienstleistungen. Lucha betonte unterdessen den langfristigen Bedarf an internationalem Personal, um die Qualitätsstandards im Gesundheitswesen zu sichern. Zudem kündigte er eine Delegationsreise in den indischen Bundesstaat Maharashtra an, um dort gezielt Pflegefachkräfte anzuwerben. Zwar bleiben Details noch unklar, doch knüpft die Initiative an frühere Kooperationen zwischen deutschen und indischen Partnern an – etwa an die Zusammenarbeit der Zieglerschen mit lokalen Organisationen. Der seit 2023 bestehende Runde Tisch setzt sich weiterhin für eine bessere Integration und zielgenaue Rekrutierung ein. Einig waren sich die Beteiligten darin, dass vereinfachte Verfahren und engere Partnerschaften im Ausland entscheidend sind.

Die Veranstaltung endete mit dem Bekenntnis, die Anwerbungsbemühungen auszuweiten und die Unterstützung für neu zuwandernde Fachkräfte zu verbessern. Das beschleunigte Verfahren der LZF sowie die geplanten Reisen nach Indien unterstreichen die anhaltenden Anstrengungen, dringende Personalengpässe zu schließen. Die Verantwortlichen werden die Entwicklungen weiter begleiten, da der Bedarf an qualifizierten Gesundheits- und Pflegekräften unvermindert hoch bleibt.