SWEG-Restrukturierung droht 500 Busfahrern den Job zu kosten – Gewerkschaft schlägt Alarm
Oswin BolanderSWEG-Restrukturierung droht 500 Busfahrern den Job zu kosten – Gewerkschaft schlägt Alarm
Rund 500 Beschäftigte der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) könnten durch geplante betriebliche Umstrukturierungen ihren Arbeitsplatz verlieren. Das Unternehmen beabsichtigt, Mitarbeiter bei mehreren Busbetrieben zu entlassen und die Geschäfte auf neu gegründete Tochtergesellschaften zu verlagern.
Von der Restrukturierung betroffen sind Standorte wie Weil am Rhein, Wiesloch und Offenburg. In Weil am Rhein sollen die Änderungen noch vor Jahresende beginnen.
Betroffene Arbeitnehmer müssten sich auf Stellen in den neuen Unternehmen neu bewerben. Ohne Zusagen könnten viele keine Anstellung erhalten, was zu Personalabbau oder sogar zur Schließung bestehender Betriebe führen könnte.
Die Gewerkschaft Ver.di hat Bedenken geäußert, dass bei der Neueinstellung möglicherweise Mitglieder des Betriebsrats oder Gewerkschaftsvertreter benachteiligt werden könnten. Zudem warnt sie davor, dass Busfahrer in der neuen Struktur Tarifverträge und damit verbundene Leistungen wie betriebliche Altersvorsorge verlieren könnten.
Ver.di fordert einen Sozialtarifvertrag sowie eine Übergangsregelung für Löhne, um die Beschäftigten während des Umbruchs abzusichern. Da bisher keine entsprechenden Vereinbarungen kollektiv ausgehandelt wurden, gelten derzeit jedoch keine Friedenspflichten. Die geplanten Änderungen könnten viele Mitarbeiter ohne Arbeit oder mit eingeschränkten Rechten zurücklassen. Die Gewerkschaft pocht weiterhin auf Schutzmaßnahmen, um eine faire Behandlung und finanzielle Sicherheit für die betroffenen Beschäftigten während der Übergangsphase zu gewährleisten.






