05 June 2026, 19:35

Syrischer Gesundheitsminister sucht in Solingen Hilfe für den Wiederaufbau

Syrien: Gesundheitsminister Musaab Nazzal al-Ali besucht das Stadtkrankenhaus Solingen

Syrischer Gesundheitsminister sucht in Solingen Hilfe für den Wiederaufbau

Syriens Gesundheitsminister, Musaab Nazzal al-Ali, besuchte am Donnerstag das Städtische Klinikum Solingen, um Möglichkeiten der medizinischen Zusammenarbeit auszuloten. Die Reise steht im Zusammenhang mit seinen Bemühungen, Lösungen für die Gesundheitskrise in Syrien zu finden – darunter zerstörte Krankenhäuser und ein akuter Mangel an qualifiziertem Personal. Seine Rückkehr in das Land im Jahr 2025 markierte den Beginn der Wiederaufbauarbeiten im Gesundheitssektor.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Al-Ali hatte sich fünf Jahre lang in Solingen zum Neurochirurgen ausbilden lassen, bevor er nach Syrien zurückkehrte. Während seines Besuchs traf er mit Professor Ralf Buhl zusammen, seinem ehemaligen Mentor und Chef der Neurochirurgie am Klinikum. Im Mittelpunkt ihrer Gespräche standen mögliche Partnerschaften, darunter auch kurzfristige Einsätze syrischer Ärzte im Ausland, um die Versorgung im Heimatland zu verbessern.

Ein Vorschlag sieht ein Austauschprogramm für junge Fachkräfte vor. Dadurch könnten syrische Mediziner im Ausland Erfahrung sammeln, während gleichzeitig der dringende Personalmangel im Land gelindert wird. Allein im vergangenen Jahr führten syrische Ärzte, die außerhalb des Landes arbeiten, 10.800 Operationen durch.

Die Aufgabe des Ministers ist gewaltig: Das syrische Gesundheitssystem liegt nach Jahren des Konflikts in Trümmern – Krankenhäuser sind zerstört, die Ausstattung knapp. Über 6,8 Millionen Syrer sind geflohen, darunter viele hochqualifizierte Ärzte und Pflegekräfte.

Al-Alis Besuch in Solingen unterstreicht den dringenden Bedarf an internationaler Unterstützung beim Wiederaufbau des syrischen Gesundheitswesens. Kooperationen mit ausländischen Krankenhäusern könnten helfen, neue Fachkräfte auszubilden und erfahrene Mediziner zeitweise zurückzuholen. Der Erfolg solcher Initiativen wird davon abhängen, in den kommenden Jahren logistische und politische Hürden zu überwinden.

Quelle