Tarifstreit im Nahverkehr: ver.di scheitert mit Forderungen in Baden-Württemberg
Oswin BolanderTarifstreit im Nahverkehr: ver.di scheitert mit Forderungen in Baden-Württemberg
Die erste Runde der Tarifverhandlungen für Beschäftigte im kommunalen Nahverkehr in Baden-Württemberg ist ohne Fortschritte zu Ende gegangen. Die Arbeitgeber legten kein Angebot (Angebote) vor, sodass rund 6.700 Mitarbeiter in sieben Unternehmen weiter in der Ungewissheit bleiben. Die Gewerkschaft ver.di drängt auf bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen.
Die Gespräche zwischen ver.di und den kommunalen Verkehrsbetrieben der Region begannen in dieser Woche. Die Gewerkschaft vertritt zwar Beschäftigte in Nahverkehrsunternehmen aller Bundesländer, doch in dieser Verhandlungsrunde steht Baden-Württemberg im Fokus. Zu den zentralen Forderungen zählen höhere Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Überstundenarbeit sowie Zulagen für bestimmte Entgeltgruppen.
Die Arbeitgeberseite lehnte es ab, ein Angebot (Angebote) vorzulegen, und verwies auf die angespannte Haushaltslage der Kommunen. Sie argumentierte, dass die finanziellen Belastungen sofortige Zugeständnisse unmöglich machten. Ver.di entgegnete, die Arbeitsbelastung sei für die Beschäftigten längst übermäßig: Unbezahlte Überstunden und Löhne unter dem regulären Stundensatz seien an der Tagesordnung.
Die Gewerkschaft betonte, dass die aktuellen Bedingungen die Mitarbeiter an ihre Grenzen brächten. Überstunden seien zur Regel geworden, und die Vergütung entspreche oft nicht einmal dem normalen Lohn. Beide Seiten werden Anfang Februar erneut zusammenkommen, um die Verhandlungen fortzusetzen.
In dieser ersten Verhandlungsrunde gab es keine Einigung. Die nächsten Gespräche sind für Anfang Februar angesetzt, wobei ver.di weiterhin faire Löhne und eine Entlastung bei der Arbeitsbelastung fordert. Das Ergebnis wird tausende Beschäftigte im Nahverkehr Baden-Württembergs direkt betreffen.
