14 January 2026, 13:07

Tödlicher Unfall in Stuttgart: Autofahrer muss sich wegen Tötung eines Polizisten aus Orbáns Eskorte verantworten

Eine Gruppe von Polizisten steht vor einer Menge von Menschen mit Helmen und Jacken während einer Demonstration in Berlin, Deutschland, mit Fahrzeugen, Gebäuden, Laternenpfählen und einem Banner mit Text im Hintergrund und einer Person mit einer Kamera.

Stuttgart-Prozess: Warum starb ein Polizist während Orbán-Besuchs? - Tödlicher Unfall in Stuttgart: Autofahrer muss sich wegen Tötung eines Polizisten aus Orbáns Eskorte verantworten

Ein Motorradfahrer der Polizeieskorte des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán ist im vergangenen Jahr bei einem Unfall in Stuttgart ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich, als Orbán nach dem EM-Spiel der ungarischen Nationalmannschaft auf dem Weg zum Flughafen war. Nun muss sich ein 69-jähriger Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung im Zusammenhang mit der Kollision vor Gericht verantworten.

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Der Unfall passierte, als der Angeklagte laut Ermittlern in eine gesperrte Kreuzung einbog und damit gegen Verkehrsregeln verstieß. Neben dem tödlichen Unfall erlitt ein weiterer Beamter schwere Verletzungen, weshalb gegen den Fahrer zusätzlich der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung erhoben wurde.

Die Staatsanwaltschaft hat 14 Zeugen und einen Sachverständigen für die Verhandlung geladen. Hundert Kolleginnen und Kollegen ehrten den verstorbenen Polizisten später bei einem Gedenkmarsch. Das Landgericht Stuttgart wird am 14. November um 9:00 Uhr sein Urteil verkünden. Es gibt keine früheren Berichte über einen separaten Vorfall, bei dem ein Beamter aus Orbáns Begleitung angeschossen worden wäre.

Im Mittelpunkt des Prozesses steht der Vorwurf, der Fahrer habe durch Missachtung der Verkehrsregeln den Tod eines Polizisten und schwere Verletzungen eines weiteren verursacht. Die Entscheidung des Gerichts wird über die rechtlichen Konsequenzen für den Angeklagten entscheiden.