08 February 2026, 18:24

Ukrainische Delegation erkundet nachhaltige Infrastruktur in Ulm und Neu-Ulm

Eine detaillierte Karte von Kiew, Ukraine, mit Straßen, Gebäuden, Sehenswürdigkeiten und Text mit zusätzlichen Informationen zum Gebiet, mit einem Fluss, der durch die Stadt verläuft.

Ukrainische Delegation erkundet nachhaltige Infrastruktur in Ulm und Neu-Ulm

Eine Delegation aus der ukrainischen Stadt Bilhorod-Dnistrowskyj besuchte vom 26. bis 29. Januar 2026 Ulm und Neu-Ulm, um nachhaltige Lösungen für die Infrastruktur zu erkunden. Im Mittelpunkt der Reise standen Wasserwirtschaft, Energieversorgung, Abfallverarbeitung und Fernwärme – Themen, die auf jahrelanger Zusammenarbeit zwischen den Städten aufbauen. Beide Seiten wollten die grenzüberschreitenden Beziehungen vertiefen und technisches Fachwissen austauschen.

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Der Besuch begann mit Führungen zu zentralen Einrichtungen in Ulm und Neu-Ulm. Die Delegation besichtigte Müllverbrennungsanlagen, Kläranlagen und weitere wichtige Infrastrukturprojekte. Zudem nahmen die Teilnehmer am 22. Januar am Tiefbau-Forum in Ulm teil, wo digitale Werkzeuge für die Wasserversorgung vorgestellt wurden – darunter ferngesteuerte Smart Meter und per RFID überwachte Hydranten, die als Modelllösungen gelten.

Bei einer Podiumsdiskussion in Neu-Ulm präsentierte die SWU Stadtwerke ihre redundanten Systeme und Notfallpläne für Energie- und Wasserversorgung. Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger betonte die Widerstandsfähigkeit der Partnerschaft, die sich von der Kriegs-Solidarität hin zu langfristigem Kapazitätsaufbau gewandelt habe. Später lobte Oberbürgermeister Martin Ansbacher den Einsatz Bilhorod-Dnistrowskyjs und den gegenseitigen Lernprozess der Städte.

Neben dem fachlichen Austausch traf die Delegation lokale Initiativen, ukrainische Gemeinschaftsgruppen und politische Vertreter. Die Gespräche drehten sich um effiziente Ressourcennutzung und strukturierten Wissenstransfer. Die Städte arbeiten seit dem russischen Angriff eng zusammen – Ulm und Neu-Ulm hatten zuvor Busse generalüberholt und gespendet, um ihre ukrainischen Partner zu unterstützen.

Der viertägige Austausch zeigte konkrete Wege auf, wie die Infrastruktur in Bilhorod-Dnistrowskyj verbessert werden kann. Beide Seiten identifizierten neue Möglichkeiten für gemeinsame Projekte und festigten eine Partnerschaft, die nun von Nothilfe bis zur technischen Zusammenarbeit reicht. Die Reise endete mit Plänen, die Expertise im Bereich Nachhaltigkeit und städtische Resilienz weiter auszubauen.