21 March 2026, 20:11

Ulm kämpft mit explodierenden Schulden und schrumpfender Liquidität

Tortendiagramm, das die Budgetzuweisungen von Kalifornien für das Haushaltsjahr 2022-2023 in Kategorien wie Einkommen, Ausgaben und andere finanzielle Posten zeigt, wobei die Abschnittsgrößen proportional zu den Finanzierungsbeträgen sind.

Ulm kämpft mit explodierenden Schulden und schrumpfender Liquidität

Ulm steckt tiefer in der Finanzkrise: Schulden fast verdoppelt, Liquidität schrumpft

In den vergangenen zwei Jahren haben sich die finanziellen Probleme Ulms dramatisch verschärft – die Schulden sind in dieser Zeit nahezu explodiert. Aktuelle Zahlen der Stadt zeigen einen steilen Anstieg der Kreditaufnahme, während die Liquidität weiter sinkt. Trotz gestiegener Steuereinnahmen lassen hohe Kosten und unvorhergesehene Ausgaben kaum Spielraum für eine Erholung.

Allein 2025 wuchs die Verschuldung Ulms um rund 31 Millionen Euro, sodass sich die Gesamtverschuldung im Vergleich zu vor zwei Jahren fast verdoppelt hat. Treiber dieser Entwicklung sind unter anderem steigende Ausgaben für Sozialleistungen, Integrationsprogramme und Jugendhilfe. Zudem belasten hohe Abschreibungskosten den Haushalt, was der Stadtverwaltung kaum noch Handlungsspielraum lässt, um das Budget auszugleichen.

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Zwar stiegen die Steuereinnahmen in diesem Jahr um 25 Millionen Euro – vor allem dank eines sprunghaften Anstiegs der Gewerbesteuer um 192 Millionen Euro. Doch dieser Zuwachs wird in den kommenden Jahren größtenteils über den kommunalen Finanzausgleich wieder abgeführt. Gleichzeitig fraßen unerwartete Mehrausgaben in Höhe von etwa 12,6 Millionen Euro einen Großteil der zusätzlichen Mittel auf. Folge: Die Stadt musste erneut auf Einzahlungen in die Rücklage für Sanierungen und Modernisierungen verzichten.

Die Extraeinnahmen brachten kaum Entlastung. Fast der gesamte Betrag wurde von explodierenden Betriebskosten und Notausgaben verschlungen. Ohne Aussicht auf Besserung bleibt die finanzielle Zukunft Ulms düster.

Die Stadt sieht sich nun einer weiter wachsenden Schuldenlast und schrumpfender Liquidität gegenüber. Solange sich an den Ausgabendruck nichts ändert oder neue Einnahmequellen erschlossen werden, müssen dringend notwendige Investitionen weiter aufgeschoben werden. Die Verantwortlichen stehen vor der Herausforderung, die steigenden Kosten zu bewältigen – und sich gleichzeitig auf den Wegfall der vorübergehenden Steuermehreinnahmen in den nächsten Jahren vorzubereiten.

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