Vier Kommunen in Baden-Württemberg zeigen erste Erfolge auf dem Weg zur Klimaneutralität 2035
Sandro GuteVier Kommunen in Baden-Württemberg zeigen erste Erfolge auf dem Weg zur Klimaneutralität 2035
Vier Kommunen in Baden-Württemberg haben bei ihrem Vorhaben, bis 2035 klimaneutral zu werden, stetige Fortschritte erzielt. Zwei Jahre nach Start der Initiative zeigen erste Ergebnisse Erfolge in den Bereichen erneuerbare Energien, nachhaltiger Verkehr und Bürgerbeteiligung. Die Projekte werden von Landes- und Regionalbehörden finanziell und organisatorisch unterstützt – insgesamt stehen bis zu 11,5 Millionen Euro für diese Maßnahmen bereit.
Die Initiative "Klimaneutral bis 2035" setzt in jeder teilnehmenden Kommune auf maßgeschneiderte Strategien. In Freiburg gestalten Mitarbeiterinnen aktiv klimafreundliche Stadtteile mit, beteiligen sich an einer Windenergie-Kampagne und engagieren sich im Ernährungsrat. Denzlingen hingegen konzentriert sich auf nachhaltige Mobilität, Freiflächen-Solaranlagen und den Ausbau des Fernwärmenetzes – unter dem Motto "Denzlingen – Wo Ideen fliegen".
Ludwigsburg geht mit praktischen Ansätzen voran: Kostenlose Solar-Checks, Thermografie-Untersuchungen und "Solarpartys" sollen die Nutzung von Photovoltaik fördern. Zudem unterstützt die Stadt lokale Unternehmen dabei, ihre Nachhaltigkeitspraktiken zu verbessern. Im Landkreis Calw laufen 19 Projekte, darunter Lastenrad-Initiativen, Studien zu Geothermie und Weiterbildungen für Handwerksberufe. Die regionale Koordination spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe (UEA) steuert etwa die kommunale Wärmeplanung in Sulzfeld und Graben-Neudorf, die bis Anfang 2027 abgeschlossen sein soll. Die Windkraftplanung in anderen Regionen – wie jenen, die vom Verband Region Stuttgart betreut werden – läuft dagegen noch bis Ende 2027. Die Finanzierung stammt aus dem Baden-Württembergischen Umweltministerium, das die Mittel über das "Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität" bereitstellt. Die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) übernimmt die Gesamtkoordination.
Die Zwischenbilanz zeigt greifbare Schritte auf dem Weg zum 2035-Ziel: Kommunen setzen erneuerbare Energieprojekte um, binden Bürger:innen ein und sichern langfristige Fördergelder. Mit der Unterstützung von Landes- und Regionalbehörden will die Initiative in den kommenden Jahren auf diesen ersten Erfolgen aufbauen.
