18 March 2026, 16:10

Vier Städte testen barrierefreie Gehwege für mehr Fußgängerkomfort

Gruppe von Menschen, die auf einem Gehweg neben einem gelben Fußgängerkreuzungsschild gehen, mit Fahrzeugen auf der Straße, Gras, Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Vier Städte testen barrierefreie Gehwege für mehr Fußgängerkomfort

Vier Städte in Baden-Württemberg testen neue Wege, um die Gehbedingungen auf überfüllten Gehwegen zu verbessern. Balingen, Heilbronn, Pforzheim und Stuttgart nehmen an einem einjährigen Pilotprojekt teil, das Hindernisse beseitigen und mehr Platz für Fußgänger schaffen soll. Die Initiative, die 2023 gestartet wurde, ist Teil der landesweiten Fußverkehrsstrategie, mit der bis 2030 die Hälfte aller Wege zu Fuß zurückgelegt werden soll.

Das Projekt mit dem Titel "Freie Gehwege – Mehr Raum für Fußgänger" wurde vom Umweltbundesamt in Zusammenarbeit mit Anwohnern, Umfragen und GIS-Analysen entwickelt. Besonders stark frequentierte Bereiche mit häufigen Behinderungen – wie Mülltonnen, parkende Autos, Verkehrsschilder oder Werbeflächen – wurden priorisiert.

Die vier Städte werden nun die Gehwegsituation erfassen, digital dokumentieren und in Vor-Ort-Workshops nach Lösungen suchen. Technische Unterstützung erhalten sie von der Bernard Gruppe und VIA, während die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) im Auftrag des Verkehrsministeriums die Umsetzung koordiniert.

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Verkehrsminister Winfried Hermann betonte die Bedeutung freier Gehwege für Fußgänger, Eltern mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer. Die Ergebnisse des Projekts sollen bis Anfang 2027 ausgewertet und in einen praxisnahen Leitfaden überführt werden, der anderen Kommunen helfen soll, ihre Fußverkehrsinfrastruktur zu optimieren.

Beamte wiesen zudem darauf hin, dass künftige Stadtplanung die Bedürfnisse von Fußgängern von Anfang an berücksichtigen müsse, um Engpässe von vornherein zu vermeiden.

Das Pilotprojekt läuft ein Jahr lang und erprobt neue Ansätze für den Fußgängerverkehr. Bei Erfolg könnten die Lösungen flächendeckend in Baden-Württemberg übernommen werden. Der abschließende Leitfaden, der 2027 erscheinen soll, wird Städten als Handlungsanleitung dienen, um das Zu-Fuß-Gehen sicherer und barrierefreier zu gestalten.

Quelle