26 April 2026, 18:12

Von "Schwestern" zu erbitterten Feindinnen: Wie ein Musik-Streit alles zerstörte

Zwei Personen in einer hitzigen Diskussion, eine mit erhobenem Arm und die andere in einer defensiven Haltung, unter der Überschrift "Der Kampf um das Urheberrecht" mit einem tiefblauen sternenklaren Hintergrund.

Von "Schwestern" zu erbitterten Feindinnen: Wie ein Musik-Streit alles zerstörte

Eine jahrelange kreative Partnerschaft zwischen der Musikerin Valeryia Jaskewitsch und ihrer ehemaligen Managerin Hanna Nawizkaja ist in einem öffentlichen Streit geendet. Die beiden, einst enge Freundinnen, die sogar zusammenlebten, stehen sich nun in einem bitteren Konflikt über Geld, Vertrauen und künstlerische Kontrolle gegenüber. Der Streit wurde bekannt, nachdem Jaskewitsch ihre Musik gelöscht und Nawizkaja der finanziellen Ausbeutung beschuldigt hatte.

Die beiden lernten sich kennen, als Jaskewitsch 17 Jahre alt war – Nawizkaja half ihr damals, sich an der Belarussischen Staatlichen Universität für Kultur und Künste einzuschreiben. Mit der Zeit entwickelte sich ihre berufliche Beziehung zu einer tiefen Freundschaft: Sie lebten zusammen, teilten sich ein Bett und nannten sich sogar "Schwestern". Obwohl sie nie einen offiziellen Vertrag unterzeichneten, meldeten sie ihre Lieder gemeinsam an und teilten die Einnahmen hälftig.

Nawizkaja investierte über 20.000 Dollar ihres eigenen Geldes, um Jaskewitschs Projekt zu fördern, noch bevor es profitabel wurde. Doch Ende 2025 kam es zum Eklat: Jaskewitsch schlug eine neue Vereinbarung vor, in der sie die vollständigen Einnahmen sofort erhalten und die alleinige Kontrolle über das Management übernehmen wollte. Nawizkaja lehnte ab – die Beziehung zerbrach.

Der Krieg in der Ukraine belastete ihre Zusammenarbeit zusätzlich. Jaskewitsch zog nach Warschau, während Nawizkaja in Belarus blieb, was ihre gemeinsame Arbeit weiter einschränkte. Später behauptete Jaskewitsch, die Freundschaft nur dann aufrechterhalten zu können, wenn sie ihr finanziell nütze. In einer radikalen Entscheidung löschte sie schließlich alle ihre Musikstücke und kappte damit jeden Einfluss Nawizkajas.

Nawizkaja reagierte mit einem Video, in dem sie ihre Sicht der Dinge darlegte. Zudem bot sie eine professionelle Mediation an, doch Jaskewitsch lehnte das Angebot ab.

Der Streit hinterlässt beide Frauen verfeindet – gelöschte Musik und öffentliche Vorwürfe markieren das Ende ihrer Partnerschaft. Nawizkajas finanzielle Unterstützung und Jaskewitschs Forderung nach Unabhängigkeit bleiben die zentralen ungelösten Konfliktthemen. Bisher wurden keine rechtlichen Schritte angekündigt, doch ihre künstlerische und persönliche Verbindung scheint unwiederbringlich zerstört.

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