VW-Chef Müller unter Verdacht: Marktmanipulation im Dieselskandal?
Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller sieht sich mit Ermittlungen wegen des Verdachts auf Marktmanipulation im Zusammenhang mit dem Diesel-Abgasskandal konfrontiert. Staatsanwälte in Stuttgart prüfen, ob die Porsche SE – wo Müller eine Schlüsselposition innehat – Anleger zu spät über die Affäre informiert hat. Der Vorstandsvorsitzende weist jede persönliche Schuld entschieden von sich.
Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht der Vorwurf, die Porsche SE habe wesentliche Informationen zum Dieselskandal nicht rechtzeitig offengelegt. Müller sowie zwei weitere Führungskräfte stehen unter dem Verdacht, gegen kapitalmarktrechtliche Vorschriften verstoßen zu haben. Er betont jedoch, Volkswagen habe während der Krise alle gesetzlichen Publizitätspflichten erfüllt.
Müllers aktueller Vertrag als Konzernchef läuft noch bis Mitte 2020, und es gibt vorerst keine Forderungen nach seinem Rücktritt. Dennoch bereitet Volkswagen bereits seine Ablösung vor. Mit dem Aufsichtsrat werden mögliche Nachfolger diskutiert, allerdings wurden noch keine Namen bekannt gegeben.
Der CEO hat deutlich gemacht, dass er sich einen internen Kandidaten als Nachfolger wünscht. Zugleich äußerte er die Hoffnung auf eine zügige Aufklärung der Vorwürfe, um die Unsicherheit für Volkswagen und die Belegschaft zu verringern.
Die Ermittlungen dauern an, während die Staatsanwaltschaft prüft, ob Anleger während des Abgasskandals in die Irre geführt wurden. Müller bleibt vorerst im Amt, während im Hintergrund die Nachfolgeplanung voranschreitet. Ein rascher Abschluss des Verfahrens könnte dazu beitragen, die Führungsetage von Volkswagen in dieser Übergangsphase zu stabilisieren.






