04 May 2026, 08:13

Wacker Chemie streicht über 1.000 Jobs nach Rekordverlust 2025

Liniengraph, der die US-Öl/Petroleumproduktion, -importe und -exporte im Zeitverlauf zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Wacker Chemie streicht über 1.000 Jobs nach Rekordverlust 2025

Wacker Chemie kündigt massive Stellenstreichungen und umfassendes Sparprogramm nach schweren Verlusten 2025 an

Nach schweren finanziellen Einbußen im Jahr 2025 hat der Chemiekonzern Wacker Chemie massive Stellenabbaupläne und ein weitreichendes Kostensenkungsprogramm angekündigt. Das Unternehmen wird über 1.000 Arbeitsplätze streichen und seine Ausgaben drastisch reduzieren, um die Krise zu bewältigen.

Die finanziellen Probleme des Konzerns verschärften sich 2025 weiter: Der Umsatz sank um 4 % auf 5,49 Milliarden Euro, während das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) um 43 % auf 427 Millionen Euro einbrach. Vorstandsvorsitzender Christian Hartel führte die schwache Nachfrage, Marktinstabilitäten und den zunehmenden Wettbewerbsdruck als Hauptgründe für den Gewinnrückgang an.

Geringere Absatzmengen, fallende Preise und unausgelastete Produktionsstandorte belasteten das Unternehmen zusätzlich. Die weiterhin hohen Energiepreise in Deutschland fraßen die Margen weiter auf. Sonderbelastungen und Wertberichtigungen in Höhe von rund 600 Millionen Euro trieben den Konzern schließlich in einen Nettoverlust von 805 Millionen Euro.

Als Reaktion startete Wacker Chemie im Oktober 2025 sein bisher größtes Sparprogramm mit dem Namen PACE („Performance and Cost Efficiency“). Damit sollen jährlich über 300 Millionen Euro eingespart werden – vor allem durch Kürzungen bei Produktions- und Verwaltungskosten. Trotz der schwierigen Lage rechnet das Unternehmen für 2026 mit einem leichten einstelligen Wachstum bei Umsatz und EBITDA.

Erste Anzeichen einer Stabilisierung könnten bereits im ersten Quartal 2026 sichtbar werden. Der Umsatz dürftet dann bei etwa 1,35 Milliarden Euro liegen, das EBITDA wird auf 140 bis 160 Millionen Euro prognostiziert.

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Die Stellenstreichungen und Sparmaßnahmen unterstreichen den Versuch von Wacker Chemie, sich von einem schwierigen Jahr zu erholen. Ohne Dividende für Aktionäre und mit Fokus auf Effizienz will das Unternehmen seine Finanzen konsolidieren. Die Prognosen für das erste Quartal deuten auf einen vorsichtigen, aber stabileren Start ins Jahr 2026 hin.

Quelle