Wählerbestechung in Radolfzell: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein
Selma SchmiedtErmittlungen wegen Wahlbestechung an Berufsschule eingestellt - Wählerbestechung in Radolfzell: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein
Ermittlungen wegen Verdachts auf Wählerbestechung am Berufsschulzentrum Radolfzell eingestellt
Die Staatsanwaltschaft Konstanz hat ein Verfahren wegen des Verdachts auf Wählerbestechung am Berufsschulzentrum Radolfzell eingestellt. Nach Angaben der Behörden gab es keine konkreten Beweise, die die Vorwürfe stützen könnten. Die Anschuldigungen waren aufgetaucht, während Baden-Württemberg sich auf die anstehende Landtagswahl vorbereitet – bei der erstmals auch jüngere Wähler ihre Stimme abgeben dürfen.
Die Staatsanwaltschaft Konstanz hatte die Ermittlungen aufgenommen, nachdem Schüler mögliche Bestechungsversuche gemeldet hatten. Gespräche unter den Schülern hatten Befürchtungen geweckt, es könnte Versuche gegeben haben, das Wahlverhalten zu beeinflussen. Doch die Ermittler konnten weder Manipulationen nachweisen noch Verantwortliche ermitteln.
Nach einer gründlichen Prüfung bestätigten die Staatsanwälte, dass es keine Belege für Fehlverhalten gab. Das Verfahren wurde offiziell wegen fehlender Beweise und mangels identifizierbarer Tatverdächtiger eingestellt. Ob ähnliche Vorwürfe an anderen Schulen in der Region geprüft werden, dazu äußerten sich die Behörden nicht.
Der Vorfall ereignete sich im Vorfeld der bevorstehenden Landtagswahl in Baden-Württemberg. Erstmals dürfen dabei 16- und 17-Jährige wählen – eine Neuerung, die dem Wahlprozess eine zusätzliche Dynamik verleiht.
Mit der Einstellung des Verfahrens wird es keine weiteren rechtlichen Schritte geben. Dennoch bleiben Fragen zu den ursprünglichen Bestechungsvorwürfen offen. Unterdessen laufen die Vorbereitungen für die Landtagswahl weiter: Die jüngeren Wähler werden im März ihre Stimme abgeben.
