Warnstreiks im öffentlichen Dienst: Stuttgart drohen Schließungen von Zoo und Theatern
Oswin BolanderStreiks angekündigt - Wilhelma und Theater betroffen - Warnstreiks im öffentlichen Dienst: Stuttgart drohen Schließungen von Zoo und Theatern
VfB Stuttgart Beschäftigte im öffentlichen Dienst bereiten Warnstreiks für diesen Dienstag vor
Die Aktion folgt gescheiterten Tarifverhandlungen, die mehr als 920.000 Mitarbeiter ohne neue Vereinbarung zurückließen. Kultureinrichtungen wie der Zoo Wilhelma, das Staatstheater und die Staatsgalerie könnten mit Schließungen oder Einschränkungen rechnen.
Die Gespräche zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern brachen nach der zweiten Runde ohne Fortschritte ab. Ver.di und der dbb beamtenbund und tarifunion fordern eine Lohnerhöhung von 7 Prozent oder mindestens 300 Euro mehr pro Monat für jeden Beschäftigten. Eine letzte Verhandlungsrunde ist für den 11. bis 13. Februar angesetzt, doch die Spannungen bleiben hoch.
Die Streiks könnten sich über kulturelle Einrichtungen hinaus ausweiten. Auch Regierungsministerien, der Landtag und einige Universitäten könnten sich dem Ausstand anschließen. Während die Universität Stuttgart als öffentlich finanzierte Einrichtung betroffen sein könnte, bleibt die private Stuttgart Free University unberührt.
Die Warnstreiks zielen darauf ab, vor der nächsten Verhandlungsrunde Druck auf die Arbeitgeber auszuüben. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnten weitere Beeinträchtigungen öffentlicher Dienstleistungen in Stuttgart folgen. Das Ergebnis wird sich direkt auf rund 2,2 Millionen Menschen auswirken, die mit dem öffentlichen Sektor verbunden sind.
