Warum Deutschlands produktive Wirtschaft unter der Last der nicht-produktiven Sektoren ächzt
Selma SchmiedtWarum Deutschlands produktive Wirtschaft unter der Last der nicht-produktiven Sektoren ächzt
Deutschland steht vor einer tiefen Finanz- und Wirtschaftskrise. Im Kern des Problems liegt die wachsende Kluft zwischen den produktiven und den nicht-produktiven Bereichen der Wirtschaft. Wer in ertragreichen Branchen arbeitet, wird zunehmend mit den Kosten belastet, die durch Sektoren entstehen, die keine Einnahmen generieren.
Die produktive Wirtschaft – bestehend aus privatwirtschaftlichen Arbeitgebern und Beschäftigten – trägt das meiste finanzielle Risiko. Entlassungen, Insolvenzen und Inflation treffen sie am härtesten. Gleichzeitig müssen sie die nicht-produktiven Bereiche über höhere Steuern mitfinanzieren.
Beschäftigte im öffentlichen Dienst, darunter Beamte, üben oft Verwaltungsaufgaben aus, die kaum zum Wirtschaftswachstum beitragen. Dennoch müssen ihre Gehälter gesetzlich mindestens 15 Prozent über dem Existenzminimum liegen. Gleichzeitig sind rund fünf Millionen Menschen auf Bürgergeld (Arbeitslosengeld) angewiesen, das mittlerweile ein beträchtliches Existenzminimum sichert.
Besonders kostspielig sind die nicht-produktiven Sektoren Gesundheit und Pflege. Ihre Finanzierung lastet schwer auf den Lohnempfängern in den Branchen, die die Wirtschaft tatsächlich vorantreiben. Selbst in Abschwungphasen bleibt die produktive Wirtschaft für diese Ausgaben verantwortlich.
Die finanzielle Belastung der produktiven Arbeitnehmer in Deutschland nimmt weiter zu. Angesichts drohender Inflation und Steuererhöhungen bleibt der Druck, nicht ertragsstarke Bereiche zu stützen, unverändert hoch. Die Schieflage zwischen produktiven und nicht-produktiven Teilen der Wirtschaft zeigt keine Anzeichen einer Entspannung.






