Wasserschutzpolizei deckt bei Großrazzia schwere Umweltsünden an Flüssen auf
Oswin BolanderWasserschutzpolizei deckt bei Großrazzia schwere Umweltsünden an Flüssen auf
Wasserschutzpolizei in Baden-Württemberg geht bei Großrazzia gegen Umweltsünden an Flüssen und Seen vor
An einer einwöchigen Kontrollaktion gegen Umweltverstöße entlang von Flüssen und Seen beteiligten sich in der vergangenen Woche Beamte der Wasserschutzpolizei in ganz Baden-Württemberg. Die Operation fand vom 12. bis 18. Mai 2025 im Rahmen der bundesweiten Aktionstage Wasser- und Umweltschutz (BAGU) statt. Rund 100 Einsatzkräfte waren im Einsatz, um Schiffe zu überprüfen und die Einhaltung der Vorschriften durchzusetzen.
Während der Kontrollen wurden 84 verschiedene Wasserfahrzeuge unter die Lupe genommen – darunter Kabinenfahrgastschiffe, Frachtschiffe, Motortanker und Ausflugsboote. Im Fokus standen dabei die korrekte Entsorgung von Abfällen, der Umgang mit Gefahrstoffen sowie der allgemeine Gewässerschutz.
Die Wasserschutzpolizei Heidelberg entdeckte ein Frachtschiff, das Abfälle nicht vorschriftsmäßig lagerte: Gebrauchte Ölfilter, ölverschmierte Lumpen und Altfett aus Maschinen waren nicht in den vorgeschriebenen Behältern aufbewahrt. Gleichzeitig stellte das Team in Mannheim fest, dass ein Kabinenfahrgastschiff illegal Abwasser in den Rhein einleitete – unter Umgehung der bordeigenen Kläranlage.
Die Aktion führte zu vier strafrechtlichen Ermittlungsverfahren und 26 Ordnungswidrigkeiten. Eine vollständige Auswertung der bundesweiten Ergebnisse ist in der Pressemitteilung der Polizei Duisburg nachzulesen.
Die Aktionstage zeigten, wie groß die Herausforderungen bei der Durchsetzung von Umweltschutzbestimmungen auf Wasserstraßen nach wie vor sind. Die Kontrollen förderten Verstöße zutage – von falscher Abfalllagerung bis hin zu illegalen Abwassereinleitungen. Weitere Informationen gibt es auf der Website der Polizei Baden-Württemberg unter http://www.polizei-bw.de/ oder per E-Mail an [email protected].






