10 April 2026, 18:14

Wohngebäudeversicherung verweigert Schadenszahlung – Familie bleibt auf Reparaturkosten sitzen

Eine Brücke mit Geländern, Fahrzeugen, Gebäuden, Bäumen, Strommasten mit Kabeln und einem bewölktem Himmel im Hintergrund, mit einem Gebäude an der Seite mit einer "Standard Insurance"-Aufschrift.

Wohngebäudeversicherung verweigert Schadenszahlung – Familie bleibt auf Reparaturkosten sitzen

Hausratversicherungen sind in den letzten Jahren deutlich teurer geworden – besonders bei Policen, die Elementarschäden abdecken. Ein aktueller Test von DUP UNTERNEHMER und DISQ zeigt enorme Preisdifferenzen von bis zu 700 Euro zwischen den besten Anbietern. Unterdessen steht eine Familie aus Ludwigsburg vor hohen Reparaturkosten, nachdem ihre Versicherung die Übernahme eines Wasserschadens verweigerte.

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Das Einfamilienhaus der Familie Gerstenberg in Ludwigsburg litt monatelang unter einem undichten Wasserrohr: Durch eine defekte Bodenfuge sickerte Duschwasser ein und verursachte statische Schäden. Als sie den Schaden meldeten, lehnte die Versicherung die Zahlung ab – mit der Begründung, die Familie habe ihre Wartungspflichten vernachlässigt.

Eine Standard-Wohngebäudeversicherung deckt in der Regel Brand, Leitungswasser-, Sturm-, Hagel- und erweiterte Naturgefahren ab. Doch der Versicherer der Gerstenbergs argumentierte, die kritischen Fugen hätten jährlich überprüft werden müssen. Nicht alle Anbieter bestehen auf diese Regel – im konkreten Fall führte das Fehlen der Kontrollen jedoch zur Ablehnung des Anspruchs.

Seit 2021 sind Elementarschaden-Deckungen in Deutschland automatisch in neuen Verträgen enthalten. Kunden müssen sie aktiv abwählen, falls sie darauf verzichten möchten. Die Prämien hängen zudem vom ZÜRS-Zonensystem ab, das Überschwemmungs-, Rückstau- und Starkregenrisiken bewertet.

Der DISQ-Test identifizierte 14 Anbieter mit überdurchschnittlichen Bewertungen. Dennoch bleiben die Preisunterschiede beträchtlich: Für ähnliche Leistungen verlangen manche Versicherer mehrere hundert Euro mehr als andere.

Die Familie Gerstenberg muss die Reparatur nun aus eigener Tasche bezahlen. Ihr Fall zeigt, wie Wartungsauflagen selbst bei umfassendem Versicherungsschutz zu Problemen führen können. Angesichts steigender Prämien und standardmäßiger Elementarschaden-Abdeckung müssen Hausbesitzer mit höheren Kosten und strengeren Bedingungen rechnen.

Quelle