Würth-Gruppe kämpft 2024 mit Umsatzrückgang nach Rekordjahr
Würth-Gruppe verzeichnet 2024 Rückgang nach Rekordumsatz von über 20 Milliarden Euro
Die Würth-Gruppe, weltweit führend in Befestigungs- und Montagetechnik, hat im Jahr 2024 einen Umsatzrückgang verzeichnet – nur ein Jahr, nachdem das Unternehmen erstmals die Marke von 20 Milliarden Euro überschritten hatte. Was einst als kleines Schraubengeschäft begann, beschäftigt heute über 88.500 Mitarbeiter und ist in mehr als 40 Ländern aktiv. Gründer Reinhold Würth feiert in diesem Monat seinen 90. Geburtstag und blickt auf Jahrzehnte des Wachstums sowie die kommenden Herausforderungen zurück.
Reinhold Würth übernahm einst den Zweimann-Betrieb seines Vaters und formte daraus ein Milliardenunternehmen. Unter seiner Führung wuchs die Würth-Gruppe zu einem Konzern mit über 400 Gesellschaften weltweit heran, mit wichtigen Produktionsstandorten in Deutschland, Europa, Asien und Amerika. Das Sortiment umfasst heute mehr als eine Million Produkte – von Schrauben und Dübel bis hin zu Industrie-Sicherheitsausrüstung.
Obwohl sich Würth vor über 30 Jahren aus dem Tagesgeschäft zurückzog, blieb er in strategische Entscheidungen eingebunden. Bekannt dafür, sein Leben akribisch in Tagebüchern zu dokumentieren, zählt seine Biografie zu den detailliertesten Unternehmerchroniken Deutschlands. Um die Zukunft des Unternehmens abzusichern, übertrug er das Eigentum auf mehrere Stiftungen und vermied so mögliche Erbschaftsstreitigkeiten.
Nach dem Rekordumsatz von über 20 Milliarden Euro im Jahr 2023 sieht sich die Gruppe nun mit einem Abschwung konfrontiert. Die Wirtschaftskrise 2024 hat die Gewinne geschmälert und die Erträge gedrückt – eine neue Bewährungsprobe für den globalen Marktführer.
Während Reinhold Würth am 20. April seinen 90. Geburtstag feiert, steuert die Würth-Gruppe weiterhin durch wechselhafte wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Das Unternehmen bleibt ein bedeutender Arbeitgeber und Branchenprimus, auch wenn die finanzielle Performance in diesem Jahr nachgelassen hat. Die stiftungsbasierte Struktur statt familiärer Erbfolge sichert dabei langfristige Stabilität.






