Zoll beschlagnahmt sechs Kilo nigerianisches Rindfleisch bei Grenzkontrolle
Selma SchmiedtZoll beschlagnahmt sechs Kilo nigerianisches Rindfleisch bei Grenzkontrolle
Zollbeamte in Bietingen beschlagnahmen fast sechs Kilogramm getrocknetes Rindfleisch aus Nigeria
Bei einer Routinekontrolle haben Zollbeamte in Bietingen knapp sechs Kilogramm halbgetrocknetes Rindfleisch aus Nigeria sichergestellt. Die Ware wurde im Auto zweier nigerianischer Männer entdeckt, die aus der Schweiz nach Deutschland eingereist waren. Die Behörden zogen das Fleisch wegen der strengen Einfuhrbestimmungen für tierische Erzeugnisse aus Drittländern ein.
Der Vorfall ereignete sich, als Mitarbeiter des Hauptzollamts Singen einen BMW anhielten, in dem zwei Männer im Alter von 40 und 51 Jahren unterwegs waren. Im Fahrzeug fanden die Beamten das Rindfleisch, das in Plastiktüten und Alufolie verpackt war. Da das Fleisch ungekühlt transportiert worden war, bestanden Bedenken hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit und der Einhaltung der Vorschriften.
Während der Kontrolle aßen die Reisenden offenbar einen Teil des Fleisches, um zu beweisen, dass es genießbar sei. Die Behörden ließen diesen Versuch jedoch nicht gelten und ordneten die fachgerechte Entsorgung der gesamten Ware an. Die Männer durften ihre Fahrt anschließend ohne das beschlagnahmte Fleisch fortsetzen.
Deutschland setzt strenge Kontrollen für tierische Erzeugnisse aus Ländern außerhalb der EU durch, um die Einschleppung von Tierseuchen zu verhindern. Das Hauptzollamt Singen erinnert Reisende daran, vor der Einfuhr von Lebensmitteln die geltenden Bestimmungen zu prüfen. Ausführliche Informationen sind auf der Website www.zoll.de abrufbar.
Laut Aufzeichnungen gab es in den vergangenen zwei Jahren keine vergleichbaren Fälle von beschlagnahmtem nigerianischem Rindfleisch an deutschen Grenzen. Auch in öffentlichen Berichten von Zoll- oder Lebensmittelbehörden finden sich für diesen Zeitraum keine dokumentierten Vorfälle dieser Art.
Das eingezogene Fleisch wurde gemäß den Einfuhrvorschriften vernichtet. Die beiden Männer mussten keine weiteren Konsequenzen befürchten, verloren jedoch die Ware, die sie nach Deutschland bringen wollten. Die Behörden überwachen Lebensmittelimporte weiterhin genau, um die biosekuritären Standards aufrechtzuerhalten.






