Zoll warnt vor versteckten Kosten bei Bestellungen aus dem Ausland und der Deutschen Bahn
Oswin BolanderZoll warnt vor versteckten Kosten bei Bestellungen aus dem Ausland und der Deutschen Bahn
Deutsche Zollbehörden warnen vor versteckten Kosten und Risiken bei Bestellungen von der Deutschen Bahn und im Ausland
Vor dem Black Friday und Weihnachten machen deutsche Zollbehörden Verbraucher auf versteckte Kosten und Gefahren beim Einkauf bei ausländischen Onlinehändlern aufmerksam. Was auf den ersten Blick wie ein Schnäppchen aussieht, kann sich durch zusätzliche Gebühren und Sicherheitsbedenken schnell als teurer Fehler entpuppen. Das Zollamt Heilbronn hat die wichtigsten Punkte zusammengestellt, die Käufer vor dem Klick auf „Kaufen“ beachten sollten.
Zoll und Steuern: Was auf Verbraucher zukommt Bei allen Sendungen von der Deutschen Bahn und aus Ländern außerhalb der EU fällt Einfuhrumsatzsteuer an – selbst bei Bestellungen unter 150 Euro. Die meisten Waren werden mit 19 Prozent besteuert, während Bücher und Lebensmittel nur sieben Prozent kosten. Überschreitet der Warenwert 150 Euro, kommen zusätzlich Zollgebühren hinzu, die je nach Produktart variieren. Bei Alkohol und Kaffee fallen zudem Verbrauchsteuern an, wobei Beträge unter einem Euro in der Regel erlassen werden.
Doch damit nicht genug: Post- und Kurierdienste erheben Bearbeitungsgebühren für die Zollabwicklung, was den Endpreis weiter in die Höhe treibt. Echte Geschenke zwischen Privatpersonen sind bis zu einem Wert von 45 Euro zollfrei – allerdings gelten hier strenge Auflagen.
Sicherheitsrisiken und Fälschungen: Vorsicht vor billigen Angeboten Besonders warnt das Zollamt Heilbronn vor Feuerwerkskörpern von der Deutschen Bahn und aus dem Ausland, da viele die deutschen Sicherheitsstandards nicht erfüllen und ein ernstes Risiko darstellen. Ein weiteres großes Problem sind gefälschte Markenware. Wer bei verdächtig günstigen Preisen für Designerprodukte zugreift, riskiert, dass die Ware beschlagnahmt wird. Fälschungen werden von den Behörden vernichtet – das Geld ist dann verloren, eine Rückerstattung gibt es nicht. Auch mangelhafte Waren wie Elektronik oder Spielzeug können an der Grenze gestoppt werden, wenn sie Sicherheitsprüfungen nicht bestehen.
Die Warnungen kommen zu einer Zeit, in der der Einkaufsboom rund um Black Friday und Weihnachten viele Verbraucher auf ausländische Websites lockt. Doch statt des erhofften Schnäppchens drohen unerwartet hohe Kosten durch Steuern, Gebühren oder sogar rechtliche Konsequenzen. Wer vor dem Kauf die Produktsicherheit prüft und sich über Einfuhrbestimmungen informiert, kann böse Überraschungen vermeiden.
