"Zukunftsgemeinde" ersetzt European Energy Award in deutschen Kommunen
Selma Schmiedt"Zukunftsgemeinde" ersetzt European Energy Award in deutschen Kommunen
Neues Klima- und Energieprogramm löst European Energy Award in Teilen Deutschlands ab
Das Programm "Zukunftsgemeinde", entwickelt von der Energieagentur Oberschwaben und ihrem Pendant in Karlsruhe, ersetzt in Teilen Deutschlands den European Energy Award (EEA). Bereits 22 Kommunen nehmen an der Initiative teil, weitere 15 Gemeinden haben Interesse an einer Beteiligung signalisiert.
Der EEA, ein langjähriges Zertifikat für nachhaltige Energie- und Klimapolitik, wird in Deutschland zum 1. Januar 2026 eingestellt. Als Grund für das Aus nennen Verantwortliche rückläufige Teilnahmezahlen. Allein im Zuständigkeitsbereich der Energieagentur Oberschwaben hatten zuvor 52 Städte und Gemeinden sowie alle vier Landkreise am EEA teilgenommen.
Das "Zukunftsgemeinde"-System setzt auf einen neuen Ansatz: Ein Ampelsystem veranschaulicht auf einen Blick, wie es um Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bestellt ist. Im Gegensatz zum EEA ist das neue Instrument lösungsorientiert und flexibel einsetzbar. Kommunen können es durch optionale Zertifizierungen erweitern, und eine Version für Landkreise befindet sich derzeit in der Entwicklung.
Die Gemeinde Bad Schussenried gehört zu den 22 ersten Teilnehmern. Durch die Beteiligung stimmt sie ihre Maßnahmen auf die Klima- und Energieziele von EU, Bund und Land ab. Walter Göppel, Geschäftsführer der Energieagentur Oberschwaben, würdigte zwar die Verdienste des EEA für die bisherige Entwicklung, betonte aber die Notwendigkeit eines modernen Nachfolgers.
Der Wechsel vom EEA zu "Zukunftsgemeinde" markiert einen Wandel in der Nachhaltigkeitsberichterstattung lokaler Behörden. Mit 22 bestätigten Teilnehmern und wachsendem Interesse könnte das Programm die regionale Klimapolitik prägen. Das Ampelsystem und die flexible Struktur sollen den Kommunen klarere und praxisnähere Handlungsempfehlungen bieten.






