25 December 2025, 10:32

Zürich übernimmt IBK-Vorsitz und setzt auf grenzüberschreitende Forschung und Mobilität

Eine friedliche Landschaft mit einem See umgeben von Bäumen, Gras, Häusern und Bergen unter einem klaren Himmel.

Zürich übernimmt IBK-Vorsitz und setzt auf grenzüberschreitende Forschung und Mobilität

Der Kanton Zürich hat nach einer offiziellen Übergabe in Friedrichshafen den Vorsitz der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) übernommen. Die Amtsübergabe fand am 5. Dezember 2025 statt und markiert den Beginn der einjährigen Präsidentschaft Zürichs. Die Region wird nun grenzüberschreitende Initiativen in den Bereichen Forschung, Mobilität und Biodiversität lenken.

Die scheidende Präsidentschaft unter der Führung von Baden-Württemberg hat die Bodenseeregion als europäisches Vorbild für erfolgreiche Zusammenarbeit hervorgehoben. Zu den wichtigsten Erfolgen zählten Fortschritte bei der klimaneutralen Schifffahrt, dem Ausbau der Radinfrastruktur und der Erweiterung des Schienennetzes.

Im Rahmen der 46. Regierungschefs-Konferenz in Friedrichshafen wurde der IBK-Vorsitz offiziell an Zürich übergeben. Der Kanton, langjähriges Mitglied der IBK, wird nun die Schwerpunkte für das Jahr 2026 setzen. Geplant sind unter anderem eine Jugendkonferenz im Juni, eine Delegationsreise nach Bern sowie die Vergabe von Fördermitteln für Projekte in den Bereichen Forschung, Biodiversität und grenzüberschreitende Mobilität.

Während der Amtszeit Baden-Württembergs wurden mehrere Großprojekte vorangetrieben. So entstand mit der Four-Country Mobility GmbH ein neues Unternehmen zur Verbesserung des öffentlichen Verkehrs rund um den See. Auch die Bodensee-Gürtelbahn verzeichnete Fortschritte bei Ausbau und Elektrifizierung. Zudem rückte die klimaneutrale Schifffahrt in den Fokus, wobei alternative Antriebssysteme für Boote diskutiert wurden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Umweltschutz. Ein großes Interreg-Projekt zum Schutz von Fischbeständen und zur Regulierung der Kormoranpopulationen wurde gestartet. Zudem begann eine mehrjährige Studie zur Eindämmung der invasiven Quaggamuschel. An Land zielte eine gemeinsame Initiative darauf ab, die Sicherheit und Attraktivität des Bodensee-Radwegs zu erhöhen.

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Die in Friedrichshafen unterzeichnete Friedrichshafener Erklärung unterstrich unter Kretschmanns Führung das Bekenntnis der Region zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Sie rief zu einer vertieften Kooperation in Forschung, nachhaltigem Verkehr und ökologischem Schutz auf, um die Position des Bodensees als europäisches Zentrum zu stärken.

Die Zürcher Präsidentschaft läuft bis Ende 2026 und setzt auf Jugendbeteiligung, Forschungsförderung und Mobilitätsverbesserungen. Das Programm des Kantons baut auf den jüngsten Fortschritten in Verkehr, Umweltschutz und grenzüberschreitenden Partnerschaften auf. Die Arbeit der IBK festigt weiterhin die Bodenseeregion als Modell für internationale Zusammenarbeit.