15. Mannheimer Wirtschaftsforum setzt auf Resilienz und Dual-Use-Innovationen
Sandro Gute15. Mannheimer Wirtschaftsforum setzt auf Resilienz und Dual-Use-Innovationen
15. Mannheimer Wirtschaftsforum im Zeughaus der Reiss-Engelhorn-Museen
Letzte Woche fand im Zeughaus der Reiss-Engelhorn-Museen das 15. Mannheimer Wirtschaftsforum statt. Rund 150 geladene Gäste kamen zusammen, um über wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und Innovation zu diskutieren. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand die "Dual-Use-Strategie", die darauf abzielt, bestehendes Fachwissen für breitere Anwendungsbereiche nutzbar zu machen.
Ein weiterer Höhepunkt war die Verleihung des Mannheimer Startup-Preises (MEXI), bei dem drei Unternehmen für ihre Leistungen in den Bereichen Technologie, Dienstleistungen und Nachhaltigkeit ausgezeichnet wurden.
Oberbürgermeister Christian Specht eröffnete das Forum mit einem Appell an die lokale Wirtschaft, eine resilienzorientierte Wirtschaftsstruktur zu fördern. An seiner Seite betonte die Wirtschaftsdezernentin, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor sei. Beide veranstalten das Forum jährlich, um Führungskräfte aus der Wirtschaft mit Entscheidungsträgern aus der Politik zu vernetzen.
Marc Helmig, Abteilungsleiter beim Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV), unterstrich diese Botschaft. Er forderte einen intensiveren Dialog zwischen Beschaffungsbehörden und Industrie, um den aktuellen geopolitischen Herausforderungen zu begegnen. Seine Äußerungen fielen mit der Ankündigung der Bundesregierung zusammen, ein neues Investitionsprogramm zur Stärkung der nationalen Verteidigungskräfte aufzulegen.
Im Rahmen der MEXI-Auszeichnungen wurde auch Innovation gefeiert: Replique GmbH gewann in der Kategorie Technologie mit einer durchgängigen Plattform, die die bedarfsgerechte Produktion von Ersatzteilen ermöglicht. Im Bereich Dienstleistungen setzte sich rightflow GmbH mit einem KI-gestützten System durch, das hochvolumige juristische Prozesse automatisiert. Den Impact-Preis erhielt resourcly GmbH für eine Software, die ungenutzte Lagerbestände identifiziert und deren Wiederverwendung erleichtert.
Die Teilnehmer diskutierten, wie solche Innovationen sowohl das Wirtschaftswachstum als auch die nationale Sicherheit stärken können. Die "Dual-Use-Strategie" zog sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung – mit dem Ziel, Unternehmen dazu zu bewegen, ihr Know-how für militärische wie zivile Zwecke einzusetzen.
Zum Abschluss stand die Suche nach praktischen Lösungen für wirtschaftliche und sicherheitspolitische Herausforderungen im Vordergrund. Preisträger wie Replique, rightflow und resourcly zeigten, wie Start-ups Effizienz und Nachhaltigkeit vorantreiben können. Die Veranstalter kündigten an, die diesjährigen Impulse beim nächsten Forum aufzugreifen und die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik weiter zu vertiefen.
