71-Jährige riskiert Leben an Bahnübergang – Zug bremst im letzten Moment
Selma Schmiedt71-Jährige riskiert Leben an Bahnübergang – Zug bremst im letzten Moment
71-Jährige Radfahrerin entgeht nur knapp Verletzung nach Ignorieren von Schranken an Bahnübergang in Ihringen
Bei einem Vorfall am Freitag, dem 11. April 2025, entkam eine 71-jährige Radfahrerin nur knapp einer Verletzung, nachdem sie Sicherheitsbarrieren an einem Bahnübergang in Ihringen missachtet hatte. Die Kollision mit einem Zug führte zu Behinderungen im Bahnverkehr. Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen gegen die Frau eingeleitet.
Gegen 16 Uhr näherte sich die Frau dem halbgeschlossenen Bahnübergang an der Gündlingerstraße. Trotz geschlossener Schranke und roter Ampel versuchte sie, die Gleise zu überqueren. Dabei wurde ihr Vorderrad von einem herannahenden Regionalzug erfasst, woraufhin sie stürzte.
Der Zugführer bemerkte die Radfahrerin und leitete eine Notbremsung ein, doch der Zusammenstoß ließ sich nicht mehr verhindern. Zwar blieb die Frau unverletzt – wenn auch unter Schock –, und ihr Fahrrad erlitt nur leichte Schäden, doch unter den Zuggästen gab es keine Verletzten, und der Zug selbst blieb unbeschädigt.
Aufgrund des Vorfalls musste der Zugführer ausgewechselt werden, was zu Verspätungen im Fahrplan führte. Die Polizei prüft nun, ob ein strafrechtlich relevanter Eingriff in den Bahnverkehr nach deutschem Recht vorliegt. Vergleichbare Fälle in Baden-Württemberg – etwa durch Gegenstände auf den Gleisen oder Steinwürfe – führten bereits zu Verurteilungen: So erhielt 2023 ein 17-Jähriger in Stuttgart eine Jugendstrafe, und 2024 wurde ein Mann in Ulm zu eineinhalb Jahren Haft sowie 50.000 Euro Schadensersatz verurteilt.
Die Entscheidung der Radfahrerin, trotz Sicherheitshinweisen die Gleise zu überqueren, löste eine vermeidbare Kollision aus. Die Behörden werden nun prüfen, ob Anklage erhoben wird. Der Bahnverkehr läuft inzwischen wieder normal.






