AfD-Spitzenkandidat Frohnmaier reist kurz vor Landtagswahl in die USA – warum jetzt?
Gretel BirnbaumAfD-Spitzenkandidat reist vor der Wahl in den USA Legal Congress - AfD-Spitzenkandidat Frohnmaier reist kurz vor Landtagswahl in die USA – warum jetzt?
Markus Frohnmaier, Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, reist in die USA, um an einer Veranstaltung rechtspopulistischer Abgeordneter teilzunehmen. Der Besuch, der vom 3. bis 5. März stattfindet, fällt nur wenige Tage vor der Landtagswahl am 8. März. Nach Angaben der Organisatoren werden an dem Treffen mehrere AfD-Fachpolitiker sowie internationale Delegierte teilnehmen.
Die Reise wurde zunächst durch den Podcast Inside AfD bekannt und später von der Bundestagsabgeordneten Anna Rathert bestätigt. Gemeinsam mit der US-Abgeordneten Anna Paulina Luna hat sie die Konferenz Alliance of Sovereign Nations in Washington initiiert. Zwar ist unklar, welche AfD-Vertreter genau anreisen, doch Frohnmaier soll sowohl beim Hauptkongress als auch bei einer separaten Veranstaltung der Organisation Turning Point Action sprechen.
Frohnmaier verteidigte den Zeitpunkt der Reise mit dem Argument, sie diene dem Erhalt von Arbeitsplätzen in Baden-Württemberg. Besonders verwies er auf den Automobilsektor der Region, in dem über 315.000 Menschen beschäftigt sind und 77 Prozent der Produktion vom Export abhängen. Stabile transatlantische Beziehungen seien entscheidend, um diese Jobs zu sichern, so Frohnmaier.
Obwohl er selbst Ministerpräsident des Landes werden möchte, kandidiert Frohnmaier bei der anstehenden Wahl nicht für ein Mandat im Landtag. Seine Abwesenheit bei der Münchner Sicherheitskonferenz Anfang dieses Jahres wurde mit Terminüberschneidungen begründet – nun steht jedoch seine Teilnahme an der Washingtoner Veranstaltung fest.
Die Konferenz bringt rechtspopulistische Politiker aus mehreren Ländern zusammen. Frohnmaiers Teilnahme unterstreicht seinen Fokus auf wirtschaftspolitische Interessenvertretung, insbesondere für die exportorientierte Industrie Baden-Württembergs. Die Veranstaltung endet zwei Tage, bevor die Wähler im Land ihre Stimmen abgeben.
