Anlagebetrug in Ravensburg explodiert: Millionenverluste durch raffinierte Maschen
Selma SchmiedtAnlagebetrug in Ravensburg explodiert: Millionenverluste durch raffinierte Maschen
Polizei Ravensburg meldet drastischen Anstieg von Anlagebetrug in der Region
Betrüger setzen immer raffiniertere Methoden ein, um Opfer dazu zu bringen, hohe Geldsummen zu überweisen. Allein in jüngster Zeit häufen sich Fälle mit Verlusten in Millionenhöhe – sowohl ältere als auch mittlere Altersgruppen fallen auf die ausgeklügelten Maschen herein.
Ein 60-Jähriger aus der Region verlor rund 1,2 Millionen Euro, nachdem er auf einer nicht regulierten Plattform in gefälschten Kryptowährungshandel gelockt worden war. Die Betrüger forderten zunächst eine kleine Einzahlung, zahlten scheinbare Gewinne aus, um Vertrauen aufzubauen, und überredeten das Opfer anschließend, deutlich höhere Summen zu transferieren.
Ein 57-Jähriger wurde über soziale Medien kontaktiert und dazu gebracht, eine betrügerische Handels-App herunterzuladen – sein Verlust beläuft sich auf etwa 160.000 Euro. Ein älterer Mann aus Überlingen fiel hingegen einem sogenannten "Love-Scam" zum Opfer: Nach einer vermeintlichen Online-Beziehung mit einer erfundenen Partnerin verlor er einen Betrag im unteren sechsstelligen Bereich.
In einem separaten Fall ermittelt die Polizei in Friedrichshafen gegen einen Paketzusteller, der verdächtigt wird, ein Päckchen geöffnet und den Inhalt entwendet zu haben. Die Behörden prüfen, ob ein Zusammenhang mit dem Romance-Scam-Opfer besteht, da das Paket möglicherweise von der angeblichen Online-Partnerin stammen könnte.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) rät Verbrauchern, Handelsplattformen vor Investitionen über ihre offizielle Datenbank zu überprüfen. Die Polizei bittet zudem um Hinweise zu ähnlichen Betrugsfällen oder Paketdiebstählen.
Unabhängig von den Betrugsvorfällen sorgte ein 29-Jähriger in der Gegend für einen Polizeieinsatz: Er leistete Widerstand bei seiner Festnahme und wies dabei einen Blutalkoholspiegel von über 2,0 Promille auf.
Angesichts der stark gestiegenen Fallzahlen warnen Polizei und Finanzaufsicht vor den Gefahren. Die Täter nutzen gefälschte Geldanlagen und vorgetäuschte Beziehungen aus, um an das Vermögen ihrer Opfer zu gelangen. Die Behörden raten zur Vorsicht bei unerwarteten Finanzangeboten oder Kontakten durch unbekannte Personen und ermitteln weiter.






