10 May 2026, 22:17

Apothekerin zahlt 25.000 Euro doppelt – nach Betrug mit gefälschten Merck-Rechnungen

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen zeigt, die Familien monatlich Hunderte von Dollar kosten können.

Apothekerin zahlt 25.000 Euro doppelt – nach Betrug mit gefälschten Merck-Rechnungen

Apothekerin aus Roding muss Rechnung über 25.000 Euro zweimal zahlen – nach Betrug mit gefälschten Rechnungen

Carolin Schleußinger, Inhaberin der Marien-Apotheke in Roding, steht vor der absurden Situation, eine Rechnung über 25.000 Euro zweimal begleichen zu müssen – nach einem Betrug mit gefälschten Rechnungen. Die manipulierten Dokumente gaben sich als Schreiben des Pharmakonzerns Merck aus, der inzwischen vor einer Zunahme von Cyberangriffen auf die IT-Systeme von Apotheken warnt.

Schleußinger hatte die Rechnungsdetails, darunter ein neues Bankkonto und eine spanische Adresse, vor der Zahlung sorgfältig geprüft – ohne zu ahnen, dass es sich um einen Schwindel handelte. Der Betrug begann, als sie eine Rechnung von Merck mit geänderten Bankverbindungen erhielt. Obwohl sie die Angaben genau kontrollierte, fielen ihr keine Ungereimtheiten auf. Erst nach einer zweiten Zahlung informierte Merck sie darüber, dass sie Opfer von Cyberkriminellen geworden war.

Merck hat inzwischen einen Warnhinweis auf der Startseite seines Online-Shops platziert und ruft Kunden dazu auf, Bankdaten auf Rechnungen besonders genau zu prüfen. Das Unternehmen bestätigte, dass die gefälschten Rechnungen Teil einer gezielten Attacke auf die IT-Systeme von Apotheken seien – ein eigener Sicherheitsverstoß liege jedoch nicht vor.

Schleußinger widerspricht jedoch der Darstellung von Merck. Sie argumentiert, dass nicht ihre Apotheke, sondern der Konzern selbst gehackt worden sei, und wirft dem Unternehmen mangelnde Transparenz vor. Als Konsequenz hat sie Anzeige bei der Polizei erstattet und sucht nun rechtlichen Beistand.

Trotz ihrer Proteste fordert Merck die erneute Begleichung der bereits bezahlten Rechnung. Schleußinger verweigert eine weitere Zahlung und besteht darauf, dass die Verantwortung beim Pharmakonzern liege.

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Der Fall zeigt ein wachsendes Problem auf: Immer mehr Apotheken werden mit gefälschten Rechnungen konfrontiert. Merck räumt die Cyberangriffe zwar ein, betont jedoch, dass Kunden die Zahlungsdaten selbst überprüfen müssten. Schleußingers rechtliche Auseinandersetzung könnte präzedenzwirksam für die künftige Klärung ähnlicher Streitfälle werden.

Quelle