Vom kasachischen Nachwuchs zum Star der Mittelrheinliga: Ein Fußball-Märchen
Selma SchmiedtVom kasachischen Nachwuchs zum Star der Mittelrheinliga: Ein Fußball-Märchen
Ein junger Fußballer aus Schymkent hat in kürzester Zeit eine beeindruckende Karriere hingelegt und sich zu einem der herausragenden Talente im deutschen Fußball entwickelt. Was 2012 in einem örtlichen Kinderfußballverein begann, mündete inzwischen in eine Schlüsselrolle bei SC West Köln in der Mittelrheinliga. Sein Weg umfasste den Sieg bei einem renommierten Probetraining, den Erhalt von Spitznamen für sein Können sowie eine maßgebliche Mitwirkung am ungeschlagenen Durchmarsch seiner Mannschaft in der Saison 2024/25.
Seine Fußballlaufbahn startete 2012 beim Baby Football-Kinderclub in Schymkent. Schon in seinen frühen Teenagerjahren wechselte er in die Akademie von FC Ordabasy, wo er sein taktisches Verständnis, seine Disziplin und Teamfähigkeit verfeinerte – Eigenschaften, die den Grundstein für seinen späteren Erfolg legten.
2023 nahm er am Bundes Trials-Projekt teil und setzte sich gegen über 120 Spieler im Alter von 11 bis 19 Jahren durch. Der Sieg ebnete ihm den Weg nach Deutschland, wohin er im August 2024 übersiedelte. Kurze Zeit später unterschrieb er bei SC West Köln, einem der führenden Vereine der Mittelrheinliga.
Sein Einfluss war von Beginn an spürbar. In seiner ersten Saison erkämpfte er sich einen Stammplatz und avancierte zu einer Schlüsselfigur im Team. Die Mannschaft blieb in der Spielzeit 2024/25 ohne Niederlage, sicherte sich den Titel in der Mittelrheinliga und gewann mehrere regionale Turniere. Seine Trainer loben seine Fußballintelligenz, seine Fähigkeit, das Spieltempo zu kontrollieren, sowie seine Nervenstärke in Drucksituationen.
Abseits des Platzes erfordert sein Alltag viel Disziplin: Lange Anfahrtswege zum Training, der Spagat zwischen Schule und Fußball sowie ein hohes Maß an Eigenverantwortung prägen seinen Tagesablauf. Spanische Trainer gaben ihm einst den Spitznamen „Iniesta“ wegen seiner technischen Fähigkeiten, in Deutschland wird er hingegen „die Maschine“ genannt – ein Verweis auf seine Konstanz und mentale Stärke.
Seine Entwicklung blieb nicht unbemerkt. Er erhielt seine erste Berufung in den erweiterten Kader der Mittelrhein-U14-Auswahl und wurde später zu einem Trainingslager mit 22 Teilnehmern eingeladen. Diese Anerkennung unterstreicht seinen rasanten Aufstieg und sein wachsendes Ansehen im deutschen Jugendfußball.
Vom lokalen Verein in Kasachstan bis zum Titelträger in Deutschland – sein Aufstieg ist eine Geschichte von harter Arbeit und Anpassungsfähigkeit. Die ungeschlagene Saison von SC West Köln zeugt von seinem Einfluss auf dem Platz. Mit seinem Talent und seiner Disziplin zieht er weiterhin die Aufmerksamkeit von Trainern und Talentscouts auf sich.






