07 May 2026, 04:12

Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung vor dem Abgeordnetenhaus

Denkmal in einem Stadtplatz für Holocaust-Opfer, mit einem Baum davor, einem Topfgewächs auf dem Boden, verstreuten trockenen Blättern und Gebäuden, Fahrzeugen, Pfählen und Bäumen im Hintergrund.

Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung vor dem Abgeordnetenhaus

Vor dem Berliner Abgeordnetenhaus wird bald ein Platz den Namen der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer tragen. Die offizielle Ehrung beginnt um 9:00 Uhr mit einer Feierstunde, gefolgt von einer Sonderplenarsitzung um 11:00 Uhr. Im Anschluss wird eine neue Namensplatte enthüllt.

Unterdessen werden die Abgeordneten in ihrer nächsten Sitzung die Maikundgebungen vom 1. Mai auswerten. Zwar verliefen die meisten Proteste friedlich, doch leitete die Polizei 120 Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Straftaten ein.

Die Würdigung Margot Friedländers startet mit einer Zeremonie im Plenarsaal. Regierungsbürgermeister Kai Wegner wird eine Rede halten, in der er ihr Leben und Vermächtnis feiert. Friedländer, Ehrenbürgerin Berlins, überlebte den Holocaust und setzte sich später für Bildung und Erinnerungskultur ein.

Nach der Feierstunde erhält der Platz vor dem Parlamentsgebäude offiziell seinen neuen Namen. Eine Gedenktafel wird anlässlich der Umbenennung enthüllt.

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Später am Vormittag tagt das Abgeordnetenhaus in einer um eine Stunde verschobenen Plenarsitzung. Auf der Tagesordnung steht die Auswertung der Maifeiern und -proteste. Die Polizei berichtete, dass die meisten Veranstaltungen weitgehend geordnet verliefen, allerdings wurden rund 120 Strafverfahren eingeleitet. Zu den Verdachtsmomenten zählten Verstöße gegen die öffentliche Ordnung, Körperverletzung, Sachbeschädigung und sexuelle Belästigung. Mehrere Dutzend Personen wurden vorübergehend festgenommen.

Die Namensgebung des Platzes ehrt Margot Friedländers bleibende Prägung Berlins. Die Gedenktafel wird als dauerhafte Erinnerung an ihr Schicksal dienen. Gleichzeitig befassen sich die Abgeordneten mit den Maidemonstrationen – sowohl mit dem überwiegend friedlichen Charakter der meisten Kundgebungen als auch mit den Vorfällen, die zu Polizeieinsätzen führten.

Quelle