18 April 2026, 06:12

Berlin startet digitales Zivilklageverfahren für Streitigkeiten bis 10.000 Euro

Altes Buch mit dem Titel "Berichte über ausgewählte Fälle in den Gerichten von Westminster-Hall sowie die Meinung von John Lord Fortescue" geöffnet auf einer Seite mit schwarzer Tinte

Berlin startet digitales Zivilklageverfahren für Streitigkeiten bis 10.000 Euro

Berlin führt ein vollständig digitales System für die Bearbeitung kleinerer Zivilstreitigkeiten ein. Ab dem 15. April wird das Amtsgericht Schöneberg ein Online-Verfahren für Zahlungsklagen bis zu 10.000 Euro testen. Mit diesem Schritt sollen juristische Abläufe vereinfacht und für die Öffentlichkeit zugänglicher gemacht werden.

Das neue digitale Zivilklageverfahren geht auf einen Vorschlag von Justizsenator Felor Badenberg (CDU) zurück. Es ermöglicht es Bürgern, Klagen einzureichen und zu verwalten, ohne persönlich erscheinen zu müssen. Das Pilotprojekt konzentriert sich auf Bagatellstreitigkeiten und bietet eine schnellere und bequemere Alternative zu herkömmlichen Gerichtsverhandlungen.

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Zusätzlich werden Videoverhandlungen in Zivilsachen ausgeweitet. Die Änderungen zielen darauf ab, den Papierkram zu reduzieren und das Rechtssystem nutzerfreundlicher zu gestalten. Kläger können Unterlagen einreichen, den Bearbeitungsstand verfolgen und Entscheidungen vollständig online erhalten.

Das Amtsgericht Schöneberg wird als erstes das neue System einführen. Bei Erfolg könnte der digitale Ansatz später auf andere Gerichte übertragen werden. Das Online-Verfahren startet am 15. April und bearbeitet Klagen bis zu einem Streitwert von 10.000 Euro. Es markiert einen wichtigen Schritt zur Modernisierung der Zivilgerichtsbarkeit in Berlin. Die Ausweitung von Videoverhandlungen wird diesen Prozess hin zu einem effizienteren und zugänglicheren Rechtssystem weiter vorantreiben.

Quelle