18 April 2026, 00:19

Brandenburg plant 24/7-Mini-Supermärkte ohne Personal für ländliche Regionen

Ein belebter Markt im historischen Zentrum von Heidelberg mit Menschen, die spazieren gehen, auf Bänken sitzen und in der Nähe von Zelten stehen, mit Gemüsekörben auf Tischen, Gebäuden mit Fenstern, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Brandenburg plant 24/7-Mini-Supermärkte ohne Personal für ländliche Regionen

Die brandenburgische Koalitionsregierung unterstützt Pläne, die den Betrieb unbemannter, automatisierter Mini-Supermärkte rund um die Uhr ermöglichen sollen. Mit dem Vorstoß will man die Versorgungslücken in ländlichen Regionen schließen, wo traditionelle Geschäfte zunehmend verschwinden. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Landtag.

Nach geltendem Recht in Brandenburg dürfen Läden von Montag bis Samstag 24 Stunden am Tag geöffnet bleiben. Zudem ist an sechs Sonn- oder Feiertagen pro Jahr eine Öffnung erlaubt. Die geplanten Änderungen würden diese Regelungen auf vollautomatisierte "Smart Stores" ausweiten – diese könnten dann ohne Personal zu jeder Zeit betrieben werden.

Andere Bundesländer haben bereits ähnliche Vorschriften für unbemannte Geschäfte eingeführt. Sozialminister René Wilke (SPD) begrüßt die Initiative und argumentiert, die Neuregelung werde die lokale Versorgung sichern und die Lebensbedingungen in unterversorgten Gebieten verbessern.

Bevor das Vorhaben Gesetz wird, muss es noch eine parlamentarische Debatte durchlaufen. Bei einer Zustimmung könnten die 24/7-Mini-Supermärkte die Lücken füllen, die durch kämpfende ländliche Einzelhändler entstanden sind. Die Landesregierung sieht darin eine Möglichkeit, den Zugang zu Grundgütern in dünn besiedelten Regionen aufrechtzuerhalten.

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