Bremen setzt auf Verkehrssicherheit: 70 Prozent der kontrollierten Fahrzeuge mit Verstößen
Oswin BolanderBremen setzt auf Verkehrssicherheit: 70 Prozent der kontrollierten Fahrzeuge mit Verstößen
Bremer Polizei führt umfangreiche Verkehrskontrollen im Rahmen der Aktion "Sicher.Mobil.Leben" durch
Letzte Woche hat die Bremer Polizei im Rahmen der Kampagne "Sicher.Mobil.Leben" großangelegte Verkehrskontrollen durchgeführt. Dabei wurden rund 435 zweirädrige Fahrzeuge überprüft – mit dem Ergebnis von fast 315 Verstößen. Wie die Behörden betonten, stand nicht die Ahndung von Ordnungswidrigkeiten, sondern die Verbesserung der Verkehrssicherheit im Vordergrund.
Im Fokus der Aktion standen Motorräder, Fahrräder und E-Scooter an mehreren neuralgischen Punkten der Stadt. Besonders auf der Auffahrt in Hemelingen, wo Tempo 70 gilt, wurden 35 Fahrer bei Geschwindigkeitsüberschreitungen erwischt. Auffällig hoch war auch die Zahl der Rotlichtverstöße – etwa an den Kreuzungen Tiefer/Altenwall, Osterdeich/Mozartstraße, Herdentorsteinweg in Richtung Breitenweg sowie Osterdeich/Verdener Straße.
Zwei Motorräder wurden nach den Kontrollen stillgelegt, nachdem sich herausstellte, dass ihre Auspuffanlagen manipuliert worden waren. Lärmmessungen bestätigten, dass beide die gesetzlichen Grenzwerte überschritten; zudem waren ihre Betriebserlaubnisse abgelaufen. Zudem wurden Fahrer bestraft, die während der Fahrt ihr Handy nutzten – ein weitverbreiteter, aber gefährlicher Verstoß.
Auch Radfahrer trugen maßgeblich zur hohen Verstoßquote bei: Viele missachteten rote Ampeln, fuhren in falscher Richtung oder nutzten Gehwege. Innensenator Dr. Högl unterstrich, dass es bei den Kontrollen vor allem um den Schutz aller Verkehrsteilnehmer gehe und nicht primär um die Verhängung von Strafen.
Die Aktion machte einmal mehr auf die anhaltenden Probleme mit der Verkehrsdisiplin in Bremen aufmerksam. Fast 70 Prozent der überprüften Fahrzeuge hatten mindestens einen Verstoß begangen. Die Behörden kündigten an, die Kontrollen künftig regelmäßig fortzusetzen, um die Risiken für alle auf der Straße zu verringern.






