Bundesrat fordert höhere Medikamentenpreise und strengere Apothekenregeln
Selma SchmiedtBundesrat fordert höhere Medikamentenpreise und strengere Apothekenregeln
Der Bundesrat hat sich zum Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) geäußert und Ende Januar seine Position bezogen. Zu den zentralen Forderungen gehören höhere Festbeträge für verschreibungspflichtige Medikamente sowie strengere Regeln für Filialapotheken. Ein konkreter Zeitplan für die Umsetzung steht jedoch noch aus.
Die Länder, angeführt von Bayern, drängen auf eine Erhöhung der Apothekenvergütung. Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) fordert, die Festgebühr pro Rezept von 8,35 Euro auf 9,50 Euro anzuheben. Der Bundesrat unterstützte diese Forderung, überließ die endgültige Entscheidung aber der Bundesregierung.
Versuche, Vereinfachungen bei der Anerkennung ausländischer Apothekerqualifikationen zu blockieren, fanden keine Mehrheit. Ebenfalls gescheitert sind Vorstöße, strenge Anforderungen an Impfräume beizubehalten. Zudem lehnte der Bundesrat Pläne ab, nach denen Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) Apotheker vertreten dürfen sollen – eine Regelung, die Bayern vehement ablehnt.
Die Haltung des Bundesrates erhöht den Druck auf die Bundesregierung, aktiv zu werden. Falls die Änderungen beschlossen werden, stiegen die Gebühren für verschreibungspflichtige Medikamente, und die Vorschriften für Filialapotheken würden verschärft. Bis dahin müssen sich Apotheken in Geduld üben, was Vergütung und Personalregelungen betrifft.






