12 March 2026, 18:13

CDU Lörrach lehnt geplante Wahlkreisreform für Lörrach-Müllheim ab

Eine Karte von Deutschland aus dem 19. Jahrhundert, die politische Grenzen zeigt, mit erklärendem Text oben und unten.

CDU Lörrach lehnt geplante Wahlkreisreform für Lörrach-Müllheim ab

Der CDU-Kreisverband Lörrach hat Bedenken gegen die Pläne zur Neuabgrenzung des Bundestagswahlkreises Lörrach-Müllheim geäußert. Bei einer Sitzung am 9. März 2026 kritisierten Funktionäre den Vorschlag als ungerechtfertigt, da er das Wiesental unnötig teilen würde.

Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, ob Rheinfelden und Schwörstadt in ihrer bisherigen Wahlkreisstruktur verbleiben oder einem völlig anderen Wahlkreis zugeordnet werden sollen.

Die CDU begründet ihre Ablehnung mit den historischen und geografischen Verbindungen der beiden Städte. Sowohl Rheinfelden als auch Schwörstadt gehörten einst zum ehemaligen Kreis Säckingen, der 1973 aufgelöst wurde, und sind heute Teil des Landkreises Waldshut. Kreisvorsitzender Stefan Glaser betonte, eine Aufteilung des Wiesentals sei weder politisch noch gesellschaftlich sinnvoll.

Stattdessen schlägt der Verband eine Alternative vor: die Eingliederung von Rheinfelden und Schwörstadt in den Bundestagswahlkreis Waldshut. Die Städte liegen bereits im gleichnamigen Landtagswahlkreis und sind geografisch stärker mit der Region Hochrhein verbunden. Laut CDU würde diese Lösung zudem zu einer ausgewogeneren Bevölkerungsverteilung zwischen den beiden Bundestagswahlkreisen beitragen.

Der aktuelle Reformplan sieht vor, das zentrale Wiesental ab Schopfheim sowie das gesamte obere Wiesental dem Wahlkreis Waldshut zuzuordnen. Die CDU hält ihren Vorschlag jedoch für besser geeignet, um die bestehenden administrativen und geografischen Gegebenheiten widerzuspiegeln.

Die Diskussion im Kreisvorstand unterstreicht die anhaltenden Spannungen um Wahlkreisgrenzen in Baden-Württemberg. Wird der CDU-Vorschlag umgesetzt, bliebe das Wiesental als Einheit erhalten, während gleichzeitig die Größe der Wahlkreise angepasst würde. Die endgültige Entscheidung wird darüber bestimmen, wie Rheinfelden und Schwörstadt künftig im Bundestag vertreten sein werden.

Quelle