14 April 2026, 00:19

CDU-Politiker Bommert tritt nach NS-Video-Kontroverse zurück

Deutsches Weltkriegs-Propagandaplakat mit einer Gruppe von Menschen in Kränzen, die Gewehre halten, mit Text oben und unten.

CDU-Politiker Bommert tritt nach NS-Video-Kontroverse zurück

Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Brandenburg, ist als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Landtages zurückgetreten. Der Schritt folgt auf Kritik an einem WhatsApp-Status, in dem ein Video mit restaurierten Militärfahrzeugen aus der NS-Zeit zu sehen war. Die Partei hat eine formelle Rüge ausgesprochen, auf weitere disziplinarische Maßnahmen verzichtet sie jedoch.

Die Kontroverse begann, als Bommert das Video in seinem WhatsApp-Status veröffentlichte. Es zeigte ein Treffen von Enthusiasten, die auf historischen Wehrmacht-Motorrädern fuhren, einige davon in zeitgenössischen Uniformen. Der Clip wurde später gelöscht, nicht jedoch bevor er scharfe Verurteilung auslöste.

Steeven Bretz, Fraktionschef der CDU, distanzierte sich öffentlich von dem Inhalt des Videos. Er bezeichnete das Material als inakzeptabel und kündigte eine interne Prüfung an. Bretz erklärte zudem, er werde ein direktes Gespräch mit Bommert suchen, um die Angelegenheit zu klären.

Es war nicht das erste Mal, dass Bommert wegen seiner Aktivitäten in sozialen Medien in die Kritik geriet. Zuvor hatte er einen WhatsApp-Status geteilt, in dem er seine Lieblingspolitiker auflistete – Robert Habeck, Annalena Baerbock, Ricarda Lang und Olaf Scholz – begleitet von einem Kommentar, der weitere Diskussionen auslöste. Angesichts des jüngsten Vorfalls räumte Bommert einen Fehler ein und trat von seinem Ausschussvorsitz zurück.

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Die CDU reagierte mit einer offiziellen Rüge, bestätigte jedoch, dass Bommert seine weiteren Positionen innerhalb der Fraktion behalten und keine zusätzlichen Konsequenzen tragen werde.

Die Partei hat deutlich gemacht, dass sie das Video missbilligt, die Folgen aber auf die Rüge beschränkt. Interne Gespräche zu dem Vorfall sollen fortgesetzt werden, wobei Bretz ein Vier-Augen-Gespräch mit Bommert plant. Der ehemalige Ausschussvorsitzende bleibt vorerst in seinen übrigen Parteiämtern – sein Rücktritt ist jedoch eine direkte Reaktion auf die Kontroverse.

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