14 April 2026, 02:13

Rastatter Tunnel: Wie ein 4,3 Kilometer langes Bauwerk die Bahnrevolution vorantreibt

Gebäude mit einem durch einen Tunnel fahrenden Zug im Hintergrund.

Rastatter Tunnel: Wie ein 4,3 Kilometer langes Bauwerk die Bahnrevolution vorantreibt

Der offizielle Baubeginn des Rastatter Tunnels erfolgte am 25. Mai 2016, als eine riesige Tunnelbohrmaschine von Dr. Rüdiger Grube, dem damaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt in Betrieb genommen wurde. Der 4,27 Kilometer lange Tunnel ist ein zentrales Element des umfassenden Ausbaus der Bahnstrecke Karlsruhe–Basel, der sowohl Lärmbelastung für Anwohner verringern als auch die Reisezeiten für Güter- und Personenzüge beschleunigen soll.

Der Tunnel unterquert das gesamte Stadtgebiet von Rastatt, beginnt am nördlichen Portal in Ötigheim und mündet in Rastatt-Niederbühl wieder an die Oberfläche. Nach seiner Fertigstellung wird er das Kernstück des ersten Abschnitts auf der Strecke Karlsruhe–Rastatt-Süd bilden und Züge mit Geschwindigkeiten von bis zu 250 km/h ermöglichen. Zwei Tunnelbohrmaschinen arbeiten im Schichtbetrieb mit einem zeitlichen Versatz von vier Monaten. Die Innenausstattung soll 2019 beginnen, die Inbetriebnahme des Tunnels ist für 2022 geplant.

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Bei diesem Projekt setzt die DB Netz AG erstmals Building Information Modeling (BIM) im Tunnelbau ein. Als eines von vier nationalen Pilotvorhaben soll BIM die Planung effizienter gestalten und Verzögerungen minimieren. Der Rastatter Tunnel ist nur ein Abschnitt der 182 Kilometer langen Strecke Karlsruhe–Basel, einer entscheidenden Verbindung im Güterkorridor Rotterdam–Genua. Die Gesamtkosten des Projekts werden auf etwa 11,6 Milliarden Euro geschätzt.

Während die Abschnitte 2 bis 6 der Strecke Karlsruhe–Basel bereits in Betrieb sind, gestaltet sich der Fortschritt in anderen Bereichen aufgrund laufender Planungs- und Genehmigungsverfahren ungleichmäßig.

Langfristig wird der Rastatter Tunnel schnellere und leisere Zugverbindungen durch die Region ermöglichen. Durch die Untertunnelung von Rastatt soll die Lärmbelastung für Anwohner reduziert und gleichzeitig die Anbindung an eine der wichtigsten europäischen Güterverkehrsrouten verbessert werden. Der vollständige Ausbau der Strecke Karlsruhe–Basel zählt zu den größten Eisenbahninfrastrukturprojekten Deutschlands.

Quelle