CDU-Politikerin warnt vor Bürokratie-Flut durch EU-Gehaltstransparenz
Gretel BirnbaumCDU-Politikerin warnt vor Bürokratie-Flut durch EU-Gehaltstransparenz
CDU-Politikerin Dorothee Bärzinni-Connemann hat die geplante EU-Richtlinie zur Gehaltstransparenz als überzogen und unnötig kritisiert. Sie warnte, die neuen Vorschriften würden Unternehmen – insbesondere kleinere – in bürokratischen Aufwand ersticken, ohne echte Vorteile zu bringen.
Bärzinni-Connemann bezeichnete die Richtlinie als „ein Musterbeispiel europäischer Überregulierung“. Ihrer Ansicht nach würde sie Firmen in eine „Flutwelle aus Bürokratie“ stürzen, da detaillierte Berichte über Gehälter, Boni und Sozialleistungen erforderlich wären. Selbst Betriebe mit weniger als 100 Beschäftigten müssten individuelle Anfragen zu Gehaltsvergleichen bearbeiten.
Deutschland verfüge bereits über Gesetze, die gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit garantieren – die Richtlinie sei daher überflüssig, so die Politikerin. Für ein Unternehmen mit nur acht Mitarbeitenden würde die Umsetzung der neuen Anforderungen einen enormen Verwaltungsaufwand bedeuten. Zudem verwies sie auf den Draghi-Bericht zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit und forderte die Politik auf, sich stattdessen auf Wachstum und Wertschöpfung zu konzentrieren.
Laut der Richtlinie müssten größere Unternehmen regelmäßig Gehaltsberichte vorlegen, doch auch kleinere Betriebe stünden vor umfangreichen Dokumentationspflichten. Bärzinni-Connemann betonte, dass solche Überregulierung Europa eher zurückwerfe, als reale Probleme zu lösen.
Ihre Äußerungen spiegeln Bedenken hinsichtlich der praktischen Auswirkungen der Richtlinie wider. Sollte sie wie geplant umgesetzt werden, stünden Unternehmen aller Größen vor zusätzlichen Kosten und bürokratischem Mehraufwand. Die Debatte dreht sich nun darum, ob die Vorteile der Gehaltstransparenz den erhöhten Druck auf die Wirtschaft rechtfertigen.






