Stromnetz am Limit: Energiewende scheitert an fehlenden Kapazitäten und Bürokratie
Sandro GuteStromnetz am Limit: Energiewende scheitert an fehlenden Kapazitäten und Bürokratie
Vertreter von Netzbetreibern, Kommunen und Behörden trafen sich in Emmendingen, um die Herausforderungen im Stromnetz zu erörtern. Der Regionalverband Südlicher Oberrhein hatte die Veranstaltung organisiert, bei der führende Akteure die wachsende Belastung des Netzes thematisierten. Der steigende Strombedarf und der Ausbau erneuerbarer Energien überfordern die Netzkapazitäten, während der Netzausbau nicht Schritt hält.
An dem Treffen nahmen bedeutende regionale Netzbetreiber und lokale Verantwortliche teil. Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Verbandes, betonte die Notwendigkeit, Stromerzeugung, Netzkapazität, Speicherung und Verbrauch besser aufeinander abzustimmen. Wolfgang Brücker, Geschäftsführer des Verbandes, forderte eine engere Zusammenarbeit, um die Energiewende reibungslos zu gestalten.
Die Teilnehmer diskutierten den raschen Zuwachs an Wind- und Solarenergieanlagen. Viele neue Anlagen können nicht ans Netz gehen, weil die Kapazitäten fehlen. Auch Unternehmen haben Schwierigkeiten, die benötigten Anschlussleistungen zu erhalten. Großflächige Batteriespeicher wurden als Lösung vorgeschlagen, um Angebot und Nachfrage auszugleichen – doch sie belasten das Netz zusätzlich.
Der Regionalrat Freiburg kündigte an, Genehmigungsverfahren für Umspannwerke, Transformatorenstationen und Stromleitungen zu beschleunigen. Ziel ist es, die Koordination zu verbessern und Engpässe beim Netzausbau abzubauen.
Das Stromnetz steht durch den Ausbau erneuerbarer Energien und die steigende Nachfrage unter zunehmendem Druck. Ohne schnellere Ausbauprojekte und bessere Planung werden sich die Anschlussverzögerungen weiter hinziehen. Die Veranstaltung unterstrich, wie wichtig gemeinsames Handeln ist, um die Energiewende voranzubringen.
