11 March 2026, 14:10

CDU stellt Grünen ultimative Bedingungen für Koalition und riskiert Bruch der Gespräche

Ein detaillierter Grundrissplan des ehemaligen Bürogebäudes des deutschen Bundeskanzlers, der den Aufbau des Gebäudes mit verschiedenen Räumen und Textanmerkungen zeigt.

CDU-Vertreter Bäumler: Özdemir muss CDU-Programm übernehmen - CDU stellt Grünen ultimative Bedingungen für Koalition und riskiert Bruch der Gespräche

Koalitionsgespräche zwischen CDU und Grünen: Konservative ziehen harte Linien

Die Sondierungsgespräche zwischen CDU und Grünen haben von konservativer Seite eine klare, unnachgiebige Haltung eingenommen. Christian Bäumler, Mitglied des CDU-Bundesvorstands, hat strenge Forderungen für eine mögliche künftige Partnerschaft aufgestellt. Er besteht darauf, dass die Grünen das Regierungsprogramm der CDU vollumfänglich akzeptieren – andernfalls drohe das Scheitern der Verhandlungen.

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Die CDU, die bei der jüngsten Wahl nur knapp unterlegen ist, strebt in der anstehenden Koalition eine dominierende Rolle an. Bäumler machte deutlich, dass die Grünen die Partei in Kabinettsentscheidungen nicht überstimmen dürfen. Zudem fordert er eine paritätische Verteilung der Ministerposten, obwohl die CDU im Bundestag mit 208 Sitzen deutlich stärker vertreten ist als die Grünen mit 118 Mandaten.

Besonders misstrauisch zeigt sich Bäumler gegenüber dem Grünen-Spitzenkandidaten Cem Özdemir. Er warnte, die CDU müsse verhindern, dass Özdemir sie "an der Nase herumführe", und pocht darauf, dass die Grünen zentrale CDU-Positionen ohne Diskussion übernehmen. Dazu gehören die Rücknahme des Verbrenner-Ausstiegs sowie eine Verschärfung der Migrationspolitik.

Zudem erstellt die CDU derzeit eine Liste von Özdemirs Wahlkampfaussagen, die mit eigenen Positionen übereinstimmen. Bäumler will diese als verbindliche Vereinbarungen festschreiben. Über die Sachpolitik hinaus strebt er Kontrolle über Personalentscheidungen im öffentlichen Dienst und in der Justiz an – mit dem Argument, dass Ministerien der CDU in diesen Bereichen alleinige Entscheidungshoheit einräumen müssten.

Ein weiterer zentraler Streitpunkt ist der Bundesrat, wo die CDU verhindern will, dass ein Ministerpräsident gegen ihre Interessen stimmt. Bäumler betonte, die Partei müsse Mechanismen schaffen, um solche Szenarien auszuschließen.

Die Forderungen der CDU setzen einen konfrontativen Ton für die Koalitionsverhandlungen. Es geht der Partei nicht nur um inhaltliche Zugeständnisse, sondern um strukturelle Garantien, um den Einfluss der Grünen einzudämmen. Ob die Grünen diese Bedingungen akzeptieren – oder die Gespräche abbrechen – bleibt abzuwarten.

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