25 June 2026, 12:09

CISPA in Saarbrücken unter Spionageverdacht: Was steckt hinter den Vorwürfen gegen das Top-Forschungsinstitut?

Verdacht auf akademische Spionage

CISPA in Saarbrücken unter Spionageverdacht: Was steckt hinter den Vorwürfen gegen das Top-Forschungsinstitut?

Das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit in Saarbrücken sieht sich Vorwürfen ausgesetzt, in chinesische Wissenschaftsspionage verwickelt zu sein. Kritische Stimmen melden Bedenken hinsichtlich der Zusammenarbeit mit chinesischen Forschenden und eines möglichen Abflusses sensibler Daten an. Das 2011 gegründete Institut wurde 2019 in die Helmholtz-Gemeinschaft aufgenommen.

Eine Untersuchung des CISPA hat ungewöhnliche Personalstrukturen in einigen Forschungsgruppen aufgedeckt: In einer Gruppe stammten 18 von 19 Mitgliedern aus China, eine andere bestand ausschließlich aus chinesischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das 90 Prozent des CISPA-Budgets finanziert, wartet die Ergebnisse eines unabhängigen Sonderprüfers ab, bevor es Stellung bezieht. Die Prüfung wurde eingeleitet, um die Vorwürfe der Spionage und unzulässigen Datenteilung aufzuklären.

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Der Institutsleiter Michael Backes ist vorläufig von seinen Aufgaben entbunden worden, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind. Er hat seine Suspendierung öffentlich unterstützt und die Prüfung begrüßt. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit einer gründlichen Aufarbeitung.

Trotz der laufenden Überprüfungen bleibt der Bau eines neuen 350-Millionen-Euro-Gebäudes für das CISPA vorerst geplant. Die weiteren Schritte für das Institut und seine Führung werden vom Ergebnis der Prüfung abhängen. Die Entscheidung des Ministeriums wird maßgeblich vom Bericht des Prüfers bestimmt.

Quelle