Cyberangriffe kosten Kleinunternehmen bis zu 250.000 Dollar – doch viele sparen am falschen Ende
Oswin BolanderCyberangriffe kosten Kleinunternehmen bis zu 250.000 Dollar – doch viele sparen am falschen Ende
Kleinunternehmen in Mitteleuropa kämpfen mit hohen Kosten durch Cybervorfälle – ein neues Tool hilft bei der Auswahl von Sicherheitsverantwortlichen
Kleinunternehmen in Mitteleuropa sehen sich mit hohen Kosten durch Cyberangriffe konfrontiert. Ein neues Instrument unterstützt sie nun dabei, verschiedene Optionen für die Sicherheitsführung zu vergleichen. Die meisten dieser Betriebe verfügen trotz häufiger Sicherheitsverletzungen nicht über eine dedizierte Fachkraft für Informationssicherheit.
Allein im vergangenen Jahr waren vier von fünf kleinen Unternehmen in Mitteleuropa von einem Sicherheits- oder Datenleck betroffen. Bei mehr als drei Vierteln der Betroffenen beliefen sich die Kosten pro Vorfall auf mindestens 250.000 US-Dollar. Dennoch beschäftigen 90 Prozent dieser Firmen keinen hauptamtlichen Chief Information Security Officer (CISO).
Die Woodlands Advisory GmbH hat einen Rechner entwickelt, um diese Lücke zu schließen. Das Tool vergleicht die Kosten für die Einstellung eines internen CISO mit denen eines virtuellen CISO (vCISO) – basierend auf Unternehmensgröße, Umsatz und dem benötigten Stundenaufwand für Sicherheitsmaßnahmen.
Laut dem CISO-Report 2026 kostet ein fest angestellter CISO in der Regel zwischen 250.000 und 400.000 US-Dollar pro Jahr. Das vCISO-Modell hingegen liegt bei jährlichen Ausgaben von 40.000 bis 120.000 US-Dollar und bietet gleichzeitig Zugang zu erfahrenem Fachwissen – ohne den hohen Preis eines Vollzeitmitarbeiters.
Deutschland gibt derzeit nur 9,5 Prozent seines IT-Budgets für Cybersicherheit aus – der niedrigste Wert im Ländervergleich des Reports. Der neue Rechner bietet kleinen Unternehmen eine praktische Möglichkeit, ihren Bedarf an Sicherheitsführung zu bewerten. Gleichzeitig zeigt er eine kostengünstigere Alternative zur Festanstellung auf.






