Dagmar Frederic kritisiert fehlende Chancen für Schlagernachwuchs im TV
Selma SchmiedtDagmar Frederic kritisiert fehlende Chancen für Schlagernachwuchs im TV
Dagmar Frederic, seit sechs Jahrzehnten eine Institution der Schlagerszene, hat sich über den Mangel an Nachwuchstalenten in TV-Musikshows geäußert. Die 80-jährige Künstlerin, die mit bis zu 60 Konzerten pro Jahr noch immer aktiv ist, kritisierte die ständige Präsenz derselben Stars – betonte aber, dass sie den Moderatoren selbst keinen Vorwurf mache.
Frederic machte vor allem die Redaktionen für die geringe Vielfalt in Schlagersendungen verantwortlich. Nicht die Moderatoren wie Florian Silbereisen oder Giovanni Zarrella, sondern die Produzenten entschieden, wer eingeladen werde, so ihre Argumentation. Trotz ihrer langen Karriere war sie selbst nie in den Shows von Silbereisen oder Andrea Kiewel zu Gast.
Ihre Äußerungen fielen zusammen mit einer humorvollen Bemerkung über ihren Ehemann, die kürzlich Schlagzeilen machte. Doch in der Sache bleibt sie konsequent: Sie weigert sich, jemandem zu schmeicheln, um TV-Auftritte zu bekommen. Zwar verstehe sie die wirtschaftliche Logik, etablierte Namen zu buchen, doch verdienten Nachwuchskünstler mehr Chancen.
In den letzten Jahren gab es in Zarrellas Sendungen tatsächlich einige neue Gesichter, darunter Die Großstadtengel, Sonia Liebing und Santiano. Auch Markus soll im November 2025 auftreten. Vergleichbare Daten zu Silbereisens Shows oder anderen langjährigen Schlagersendungen liegen jedoch nicht vor.
Trotz einer bescheidenen Rente tourt Frederic weiterhin regelmäßig. Ihre Kritik wirft eine grundsätzliche Debatte über die Chancen von Schlagernachwuchs auf. Ihre eigene Karriere zeigt unterdessen nach 60 Jahren im Geschäft keine Anzeichen von Ermüdung.






