Das Mix macht es
Die Mischung macht’s
Die deutsche Mannschaft hat sich mit Unterstützung selbstbewusster Newcomer für die Hauptrunde der Handball-Weltmeisterschaft im eigenen Land qualifiziert.
- November 2025, 06:45 Uhr
Die deutsche Frauen-Handballnationalmannschaft hat sich vorzeitig für die Hauptrunde der Weltmeisterschaft qualifiziert. Mit Siegen gegen Island, Uruguay und Serbien bereitet sich das Team nun auf drei weitere Spiele ab Dienstag in Dortmund vor. Bundestrainer Markus Gaugisch beschreibt seine Mannschaft als entspannt, fokussiert und eng zusammengewachsen – sowohl auf als auch neben dem Platz.
Der Erfolg kommt nach Jahren des Umbruchs unter Gaugisch, der 2022 das Amt des Bundestrainers übernahm. Unter seiner Führung holte die Mannschaft bei der WM 2025 historisch Silber und beendete damit eine 18-jährige Final-Dürre. Zudem qualifizierte sich Deutschland für die Olympischen Spiele 2024 – die erste Teilnahme seit 2008.
Gaugisch setzt auf eine breite Rotation und gibt jüngeren Spielerinnen wie Viola Leuchter und Nieke Küne mehr Verantwortung. Ihr unerschrockener Spielstil und ihre frische Energie ergänzen die Erfahrung der Routiniers und schaffen eine stärkere Teamdynamik. Die 27-jährige Nationalspielerin Julia Maidhof betont, dass die Kluft zwischen Jung und Alt kleiner geworden sei – das Team sei enger zusammengerückt. Auch taktisch hat sich die Mannschaft weiterentwickelt: Experimentiert wird mit einer 7-gegen-6-Formation, was das Spiel unberechenbarer macht.
Die verletzte Spielmacherin Annika Lott, die sich von Schulterproblemen erholt, findet gerade zur richtigen Zeit zurück in Form. Gleichzeitig wies Gaugisch Spekulationen über seine Zukunft zurück und dementierte Interesse an Angeboten aus der Männer-Bundesliga – sein Fokus liege voll auf der aktuellen Aufgabe.
Mit einer Mischung aus Jugend und Erfahrung geht Deutschland selbstbewusst in die Hauptrunde. Die taktische Flexibilität und der starke Teamgeist werden in den bevorstehenden Spielen in Dortmund auf die Probe gestellt. Die frühe Qualifikation und der positive Schwung machen die Mannschaft zu einem ernsthaften Anwärter auf den Titel in diesem Turnier.
