23 February 2026, 08:15

Demirović attackiert VAR-System nach umstrittenen Entscheidungen gegen Heidenheim

Ein Schiedsrichter spricht mit einem Fußballspieler auf dem Feld, umgeben von einer Gruppe von Menschen, mit einem Brett, Stühlen und einer Treppe im Hintergrund.

Große VAR-Enttäuschung für Demirovic: 'Armer Hund auf dem Platz' - Demirović attackiert VAR-System nach umstrittenen Entscheidungen gegen Heidenheim

VfB Stuttgart-Stürmer Ermedin Demirović übt scharfe Kritik am VAR-System – nach zwei umstrittenen Entscheidungen im 3:3 gegen Heidenheim

Nach zwei umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen im Bundesliga-Spiel des Vfb Stuttgart gegen den 1. FC Heidenheim (3:3) hat Stürmer Ermedin Demirović das VAR-System scharf angegriffen. Im Verlauf der Partie wurde den Schwaben ein Tor aberkannt und den Gästen aus Heidenheim ein Elfmeter zugesprochen – beides nach VAR-Eingriffen, die bei Spielern und Fans für Frust sorgten.

Der erste umstrittene Moment ereignete sich in der 34. Minute, als der Unparteiische einen Strafstoß für Heidenheim zunächst ablehnt hatte. Nach einer Videoüberprüfung wurde die Entscheidung revidiert, der Elfmeter gegeben. Vfb Stuttgart glaubte sich dann in der 73. Minute mit einem vermeintlichen 3:2 in Führung – die Spieler feierten bereits den Treffer. Doch das VAR-Team in Köln griff ein und wertete das Tor wegen Abseits ab.

Demirović kritisierte im Nachhinein, die Abseitslinie sei fälschlicherweise von einem falschen Heidenheimer Spieler aus gezogen worden. Noch weiter ging seine Anschuldigung, Schiedsrichter würden durch die ständigen VAR-Korrekturen zu den 'ärmsten Typen auf dem Platz' degradiert. Seine Äußerungen reiht sich ein in eine wachsende Welle der Kritik in der Bundesliga, wo Vereine, Fans und Experten die Fairness und Transparenz des Videobeweises infrage stellen.

Die Diskussion ist nicht neu: Erst kürzlich hatte es nach dem Unentschieden von Borussia Dortmund gegen RB Leipzig ähnliche Vorwürfe gegeben, als Trainer Niko Kovač und Sportdirektor Sebastian Kehl die Ablehnung eines Elfmeters für ihre Mannschaft scharf verurteilten. Angesichts lauter werdender Forderungen nach einer VAR-Reform zeigen sich DFB-Verantwortliche jedoch zurückhaltend, eine Ausweitung der Videoassistenten-Kompetenzen zu beschließen – aus Sorge, dies könnte die Autorität der Unparteiischen auf dem Platz weiter schwächen und zu einer Flut an Überprüfungen führen.

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Für Vfb Stuttgart bleibt nach dem Remis die Enttäuschung, während die Debatte über die Rolle des VAR im deutschen Fußball weiter an Fahrt aufnimmt. Vereine und Funktionäre stehen zunehmend unter Druck, die Bedenken hinsichtlich Konsistenz, Transparenz und der Auswirkungen des Systems auf die Entscheidungsfindung der Schiedsrichter zu adressieren.