Deutsche Bahn ermittelt nach neuem Rückschlag bei Stuttgart 21
Die Deutsche-Bahn-Chefin Evelyn Palla hat eine interne Untersuchung zu den wiederholten Verzögerungen beim Bahnprojekt Stuttgart 21 eingeleitet. Die Ermittlungen sollen klären, warum es zu dem jüngsten Rückschlag gekommen ist und wie ähnliche Probleme künftig vermieden werden können.
Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen zwei zentrale Aspekte: das Projektmanagement sowie die Leistungen von Hitachi, dem Hauptauftragnehmer. Verantwortliche betonen, dass die Prüfung gründlich erfolgen werde – mit klarer Absage an überstürzte Fristen für ihren Abschluss.
Das Großprojekt Stuttgart 21 leidet seit Langem unter anhaltenden Verzögerungen, insbesondere bei der komplexen IT-Infrastruktur. Zwar geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor, welches Unternehmen für diesen Teil der Arbeiten beauftragt wurde, doch zielt die Untersuchung darauf ab, die Ursachen für die jüngste Verschiebung aufzudecken. Palla hat deutlich gemacht, dass die Vermeidung künftiger Pannen oberste Priorität habe. Die Ergebnisse werden zeigen, ob Anpassungen in der Projektsteuerung nötig sind oder ob die Aufgaben der Auftragnehmer neu definiert werden müssen.
Die Resultate der Untersuchung werden die weiteren Schritte für Stuttgart 21 maßgeblich prägen. Die Deutsche Bahn schließt eine Bekanntgabe eines neuen Fertigstellungstermins vor Abschluss der Prüfung aus. Im Vordergrund stehe weiterhin die Lösung der grundlegenden Probleme, bevor es mit dem Projekt vorangehe.
