Deutsche Hallenhockey-Herren scheitern bei EM ohne Medaille auf Platz vier
Selma SchmiedtMänner-Indoor-Hockey beenden EM in Heidelberg auf Rang vier - Deutsche Hallenhockey-Herren scheitern bei EM ohne Medaille auf Platz vier
Die deutsche Hallenhockey-Herrennationalmannschaft verließ die Europameisterschaft in Heidelberg ohne Medaille. Die Titelverteidiger schieden überraschend aus, nachdem sie im Halbfinale gegen Polen verloren hatten. Anschließend unterlagen sie Spanien in einem dramatischen Spiel um die Bronzemedaille und beendeten das Turnier auf dem vierten Platz.
Deutschland ging als Favorit in das Turnier, nachdem es alle vier Spiele der Gruppe B gewonnen hatte. Die Trainer Jan-Philipp Rabente und Matthias Witthaus setzten auf eine starke Mannschaft, darunter Spieler wie Jasper Ditzer, Anton Boeckel und Tom Schmidt-Didlaukies.
Der Wettbewerb nahm eine unerwartete Wende im Halbfinale, als die deutsche Mannschaft mit 3:4 gegen Polen verlor. Diese Niederlage beendete die Titelverteidigung und zwang das Team in das Spiel um Platz drei gegen Spanien. Das Match gegen Spanien war ein Wechselbad der Gefühle: Deutschland lag früh mit 0:2 zurück, kämpfte sich jedoch bis zur Halbzeit auf ein 4:4 zurück. Anschließend ging die Mannschaft mit 5:4 in Führung, doch Ignacio Abajo glich durch einen Strafstoß aus. Nur fünf Sekunden vor Schluss erzielte Pablo Román den Siegtreffer für Spanien, der den 6:5-Endstand besiegelte.
Die Niederlage bedeutete für Deutschland die erste Europameisterschaft ohne Medaille seit 2016. Spanien sicherte sich mit einem Tor in letzter Sekunde Bronze, während die deutsche Mannschaft den vierten Platz belegte. Das Turnier beendete eine enttäuschende Titelverteidigung für die amtierenden Europameister.
