Deutsche Versicherer wachsen 2025 trotz Krisen – doch 2026 droht die Ernüchterung
Gretel BirnbaumDeutsche Versicherer wachsen 2025 trotz Krisen – doch 2026 droht die Ernüchterung
Deutsche Versicherer verzeichneten 2025 trotz wirtschaftlicher Herausforderungen solides Wachstum. Die Prämieneinnahmen stiegen in allen wichtigen Sparten, wobei die Kfz-, Kranken- und Lebensversicherung besonders stark abschnitten. Mit vorsichtigerer Erwartungshaltung blickt die Branche nun auf das Jahr 2026.
Die Sach- und Unfallversicherung führte 2025 die Entwicklung an: Die Prämien in der Kfz-Versicherung kletterten um 7,7 % auf 99,7 Milliarden Euro. Dieser Bereich erzielte zudem erstmals seit Jahren wieder ein positives technisches Ergebnis im Erstversicherungsgeschäft. Gleichzeitig wuchs die private Krankenversicherung (PKV) um 7,3 % und steigerte ihre Prämieneinnahmen auf 54,4 Milliarden Euro.
Die Lebensversicherung expandierte um 5,1 % auf 99,4 Milliarden Euro – angetrieben vor allem durch einen Boom bei Einmalbeitragsverträgen. Insgesamt trugen Inflationsanpassungen und die starke Nachfrage nach Einmalbeitragsprodukten maßgeblich zum branchenweiten Prämienwachstum bei.
Für 2026 prognostiziert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ein Plus von 5,2 % in der Sach- und Unfallversicherung sowie einen Anstieg von 10,5 % in der privaten Krankenversicherung. Bei der Lebensversicherung wird hingegen nur noch ein Wachstum von 1,1 % erwartet. Die gedämpften Aussichten spiegeln anhaltende strukturelle Schwächen der deutschen Wirtschaft wider.
Die Versicherungsbranche zeigte 2025 eine stabile Entwicklung mit deutlichen Prämiensteigerungen, insbesondere in der Kfz- und Krankenversicherung. Für 2026 bleiben die Wachstumsprognosen zwar positiv, fallen aber moderater aus – nicht zuletzt wegen der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Branche passt sich weiterhin an Inflation und veränderte Nachfragemuster an.






