26 March 2026, 02:15

Deutsches Startup filtert Mikroplastik und PFAS aus Trinkwasser mit revolutionärer Technologie

Ein Strand voller Plastikflaschen, Dosen und Schutt, mit Pflanzen und Bäumen im Hintergrund.

Deutsches Startup filtert Mikroplastik und PFAS aus Trinkwasser mit revolutionärer Technologie

Deutsches Startup entwickelt bahnbrechende Methode zur Entfernung schädlicher Kunststoffe aus Trinkwasser

Das deutsche Startup Klar2O hat eine innovative Technologie entwickelt, um Mikro- und Nanoplastik sowie sogenannte "Ewigkeitschemikalien" aus Trinkwasser zu filtern – Substanzen, die zunehmend mit schweren Gesundheitsrisiken in Verbindung gebracht werden. Mit einer frisch gesicherten Finanzierung von 4,5 Millionen Euro will das Unternehmen seine Lösung nun auf den Markt bringen.

Studien zeigen, dass Flaschenwasser im Schnitt 240.000 Kunststoffpartikel pro Liter enthält, wobei 90 Prozent davon Nanoplastik mit einer Größe von unter einem Mikrometer sind. Diese winzigen Teilchen wurden bereits in menschlichem Blut, Urin und sogar in Organen nachgewiesen – darunter in den Gehirnen verstorbener Alzheimer-Patienten. Angesichts wachsender Bedenken hinsichtlich langfristiger Gesundheitsfolgen steigen für Verbraucher und Volkswirtschaften die Kosten durch die Belastung mit diesen Schadstoffen.

Die meisten herkömmlichen Filtrationsmethoden, wie das Kochen von Wasser mit Edelstahlfiltern, entfernen lediglich 25 bis 80 Prozent der Mikroplastikpartikel und sind als kommerzielle Produkte kaum verbreitet. Klar2O setzt stattdessen auf seine patentierte Smart Surface Technology, die starke Adsorption mit minimalem Druckverlust kombiniert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Filtern fängt dieses System zuverlässig Nanoplastik und PFAS ab, ohne schnell zu verstopfen.

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Das in Bruchsal ansässige Startup schloss kürzlich eine Series-A-Finanzierungsrunde über 4,5 Millionen Euro ab, angeführt von der FMC Beteiligungs KG Bremen. Die Investition soll die Produktion hochskalieren und den Markteintritt in internationale Märkte ermöglichen. Die Filter von Klar2O sind zudem regenerierbar und recycelbar, was im Vergleich zu Einweg-Alternativen Abfall reduziert.

Das Unternehmen strebt an, einen neuen Standard in der Wasserfiltration zu setzen und sich als führender Anbieter hochwertiger, nachhaltiger Lösungen zu etablieren.

Mit der Finanzspritze wird Klar2O die Markteinführung seines Filtrationssystems beschleunigen – zu einem Zeitpunkt, an dem die Kunststoffbelastung in Wasser zunehmend als öffentliches Gesundheitsproblem wahrgenommen wird. Die Fähigkeit der Technologie, Nanoplastik und PFAS effektiv zu entfernen, könnte eine wirksamere Alternative zu bestehenden Methoden bieten. Mit der hochgefahrenen Produktion plant das Startup, seine Aktivitäten in naher Zukunft über Deutschland hinaus auszuweiten.

Quelle