09 June 2026, 20:09

Europas neuer Kampfjet: Deutschland unter Zeitdruck nach FCAS-Debakel

Nach FCAS-Austritt - Airbus: Kann eigenes Kampfflugzeug entwickeln

Europas neuer Kampfjet: Deutschland unter Zeitdruck nach FCAS-Debakel

Deutschlands Rolle bei der Entwicklung eines neuen europäischen Kampfjets rückt in den Fokus – nach dem Scheitern des FCAS-Programms drängen Industrie und Politik auf schnelle Entscheidungen, um im internationalen Wettbewerb nicht den Anschluss zu verlieren. Airbus und politische Vertreter betonen die Dringlichkeit des Handelns und fordern sowohl nationale als auch grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Thomas Pretzl, Vorsitzender des Betriebsrats von Airbus Defence and Space, argumentiert, Deutschland verfüge bereits über das nötige Know-how und die finanziellen Mittel, um einen eigenen Kampfflugzeugtyp zu entwickeln. Er warnte, weitere Verzögerungen bei der Entscheidungsfindung würden das Projekt im Vergleich zu ähnlichen Vorhaben anderer Länder noch stärker zurückwerfen. Pretzl plädierte für einen sofortigen Start der Entwicklung und lud andere Nationen zur Beteiligung ein.

Auch Airbus selbst fordert die Politik auf, zügig Weichen für die Zukunft der Kampfjetproduktion zu stellen. Der Vorstoß des Konzerns folgt auf das Scheitern der deutsch-französisch-spanischen FCAS-Initiative, das eine Lücke in der europäischen Verteidigungsplanung hinterlassen hat.

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Reinhard Brandl, parlamentarischer Geschäftsführer der CSU, unterstrich die Bedeutung europäischer Teamarbeit bei jedem künftigen Kampfflugzeugprojekt. Zwar unterstütze er eine führende Rolle Deutschlands, doch sei die Zusammenarbeit mit Partnerländern unverzichtbar, so Brandl. Deutsche Unternehmen könnten eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der nächsten Generation europäischer Kampfjets spielen.

Im Mittelpunkt der Debatte steht nun die Frage, ob Deutschland das Projekt allein oder mit Partnern vorantreiben soll. Airbus und politische Führungskräfte sind sich einig: Es geht um Zeit, um weitere Rückschläge zu vermeiden. Die anstehende Grundsatzentscheidung wird die europäischen Verteidigungsfähigkeiten für Jahrzehnte prägen.

Quelle