10 May 2026, 18:11

Ex-Stada-Aktionäre klagen auf Millionen-Nachzahlungen nach Übernahme durch Private-Equity-Firmen

Schwarzes und weißes Poster mit Betrugswarnung und Text "Carlsbad Spruud Salt" und begleitendem Logo.

Ex-Stada-Aktionäre klagen auf Millionen-Nachzahlungen nach Übernahme durch Private-Equity-Firmen

Ehemalige Aktionäre von Stada streben rechtliche Schritte an, um nach der Übernahme des Unternehmens durch Private-Equity-Firmen zusätzliche Entschädigungen durchzusetzen. Zu den Klägern gehört auch ein in Luxemburg ansässiger Vermögensverwalter, der eine Nachzahlung von 8,15 Euro pro Aktie fordert. Streitpunkt ist die Angemessenheit der Abfindung im Rahmen des Übernahmeverfahrens von 2017 und ob die Aktionäre einen fairen Wert erhielten.

Der Fall geht auf die Übernahme von Stada im Jahr 2017 zurück, als die US-amerikanische Bain Capital und die britische Cinven nach acht Jahren die Kontrolle über das Unternehmen übernahmen. Beide Firmen halten derzeit gemeinsam 31 Prozent der Anteile, während der in London ansässige Finanzinvestor CapVest Partners mit 68 Prozent zum Mehrheitseigner wurde. Die Unternehmensführung behielt die verbleibenden 1 Prozent.

Aktuell liegen dem Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) 44 einzelne Klagen vor, in denen ehemalige Aktionäre höhere Entschädigungen einklagen. Ein Kläger allein fordert fast 140.000 Euro zuzüglich Zinsen seit Ende August 2017. Das OLG wies kürzlich eine Beschwerde der beklagten Nidda zurück und entschied, dass die Forderung nicht verjährt sei und grobe Fahrlässigkeit nicht unterstellt werden könne.

Frühere Urteile des OLG und des Bundesgerichtshofs (BGH) hatten in ähnlichen Streitfällen bereits zugunsten ehemaliger Aktionäre entschieden. Die aktuellen OLG-Entscheidungen sind jedoch noch nicht rechtskräftig und könnten noch mit einer Revision angefochten werden. Die insgesamt strittige Summe in allen Verfahren wird auf etwa 4,7 Millionen Euro geschätzt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die juristischen Auseinandersetzungen zeigen anhaltende Meinungsverschiedenheiten über die Bewertung der Stada-Aktien während der Übernahme 2017 auf. Da noch zahlreiche Fälle ungelöst sind, hängt das endgültige Ergebnis von weiteren Gerichtsentscheidungen ab. Erfolgreiche Revisionen könnten Präzedenzfälle für Entschädigungsansprüche bei künftigen Unternehmensübernahmen schaffen.

Quelle